Stichwortverzeichnis

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P

Holm Bräuer

Paideia

Griech. ›Erziehung‹: Vergleichbar mit dem deutschen Wort Bildung steht paideia in der griech. Antike für den Prozess und das Resultat der lebensdienlichen Anleitung zur Herausbildung der besten [mehr]

Holm Bräuer

Panlogismus

Von griech. pan, ›alles‹ und logos , ›Wort, Prinzip, Lehre, Vernunft‹: Ausdruck, der von Erdmann zur Charakterisierung der hegelschen Philosophie, die in der Gleichsetzung von [mehr]

Holm Bräuer

Panta rhei

Griech. ›Alles fließt ‹: Im Dialog Kratylos führt Platon den Spruch auf den ionischen Naturphilosophen Heraklit zurück. Von der…[mehr]

Holm Bräuer

Pantheismus

Von griech. pan, ›alles‹ und theos , ›Gott‹: bezeichnet eine religiös-theologische oder philosophische Position, nach der Gott in allen Dingen der [mehr]

Dr. Herbert Wiesen

Paradigma

Griech. ›Beispiel, Muster‹: Hier wird nicht die grammatische Bedeutung dieses Begriffs thematisiert, sondern die wissenschaftstheoretische. Die moderne Bedeutung geht auf Wittgenstein und andererseits auf…[mehr]

Holm Bräuer

Paradox(on)

Im Allgemeinen spricht man von einem Paradox, wenn in einer scheinbar richtigen Argumentation ein Satz auftaucht, der widersprüchlich ist oder gegen üblicherweise erwartete Meinungen verstößt. Im…[mehr]

Holm Bräuer

Paralipomena

Griech. ›Nachträge‹: Schopenhauer veröffentlichte 1851 eine Sammlung Parerga und Paralipomena , in der er Nebenarbeiten seiner systematischen Hauptwerke und einige Abhandlungen…[mehr]

Holm Bräuer

Paralogismus

Griech. ›falscher Schluss, Trugschluss‹: Begriff, der hauptsächlich der logischen Lehre, insbesondere der Schlusslehre zuzurechnen ist. Er bezeichnet einen fehlerhaften oder irreführenden Schluss. Erstmals wurden Paralogismen von [mehr]

Holm Bräuer

Parerga

Griech. ›Nebenwerke‹: Schopenhauer veröffentlichte 1851 eine Sammlung Parerga und Paralipomena , in der er Nebenarbeiten seiner systematischen Hauptwerke und einige Abhandlungen verschiedenen…[mehr]

Prof. Dr. Karl Bormann

Parmenides von Elea

(um 515–445): Wohl der bedeutendste und einflussreichste Vorsokratiker; hinterließ eine Schrift in Hexametern, in der er Wahrheit und Schein scharf abgrenzt. Die…[mehr]

VERWEIS

Partikulär

→Partikuläre Urteile [mehr]

Holm Bräuer

Partikuläre Urteile

In der traditionellen Logik werden alle Aussagen des Typs ›Einige S sind P‹ (partikulär affirmativ) und ›Einige S sind nicht P‹…[mehr]

Holm Bräuer

Parusie

Griech. ›Ankunft oder Anwesenheit‹: Platon verwendet den Begriff in seiner Ideenlehre zur Bezeichnung der Beziehung zwischen Einzelding und Idee parallel zu [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Pascal, Blaise

(1623–1662): Französischer Philosoph und Mathematiker, geb. am 19. 6. in Clermont, gest. am 19. 8. in Paris. Pascal ist wohl der Denker, bei dem scharfsinnigste Rationalität und tiefe…[mehr]

Holm Bräuer

Patristik

Von lat. patres , ›Väter‹: Die Philosophie der Kirchenväter stellt neben der Scholastik eine der Hauptströmungen in der christlichen Philosophie dar. Sie geht aus der Auseinandersetzung…[mehr]

Dr. Ralph Schumacher

Peirce, Charles Sanders

(1839–1914): Geboren am 10. 9. in Cambridge/Mass., gestorben am 19. 4. in Milford/Pa. Peirce gilt als einer der wichtigsten Philosophen seiner Zeit. Zwar ist er hauptsächlich als Begründer des philosophischen [mehr]

Holm Bräuer

Performanz

Steht im Kontext des Spracherwerbs und der Sprachverwendung im Gegensatz zur Sprachkompetenz. Zur Performanz gehören im weiten Sinne Faktoren der individuellen Sprachverwendung und der aktuelle Gebrauch der Sprache in…[mehr]

Dr. Wulff D. Rehfus

Periagoge

Griech. ›Umdrehung, Umwendung, Herumführung‹: Begriff in Platons Höhlengleichnis, um die erkenntnistheoretische Umwendung des Menschen…[mehr]

VERWEIS

Peripatetiker

→Peripatos [mehr]

Holm Bräuer

Peripatos

Griech. ›Spaziergang, Wandelhalle‹: Vermutlich von Theophrast stammender Name, der in der Antike im engeren Sinne die von Aristoteles gegründete Schule bezeichnet. Daneben ist auch der Name…[mehr]

Holm Bräuer

Perlokutionär

In der Sprechakttheorie von Austin werden im Gegensatz zu lokutionären und illokutionären Sprechhandlungen jene Sprechhandlungen als perlokutionäre Akte bezeichnet, mit denen der Sprecher beim Hörer eine Wirkung erreichen will. Perlokutionäre…[mehr]

Holm Bräuer

Person

Von lat. persona , ›Maske, Rolle, Charakter‹: In der römischen Antike diente der Begriff sowohl zur Bezeichnung der Rolle des Schauspielers auf der Bühne als auch zur Bezeichnung der Rolle eines [mehr]

Holm Bräuer

Perspektivismus

Von lat. perspicere , ›deutlich sehen, betrachten‹: Philosophische Standpunkte oder Positionen, die die Geltung von Theorien abhängig machen vom…[mehr]

Holm Bräuer

Perzeption

Von lat. percipere , ›erfassen, ergreifen, wahrnehmen‹: In der Erkenntnistheorie der Neuzeit (A) versteht man darunter sowohl den Vorgang…[mehr]

Holm Bräuer

Pessimismus

Von lat. pessimum , ›das Schlechteste‹: Sammelbezeichnung für philosophische Grundhaltungen oder Weltanschauungen, die sich in der gesamten Geistesgeschichte finden lassen. Der Pessimismus sieht im Unterschied zum Optimismus die gesamte…[mehr]

Holm Bräuer

Petitio principii

Lat. ›Forderung des Beweisgrundes‹: Ausdruck für einen Fehler oder eine unzureichende Begründung (Argumentation) im Beweisverfahren. Wenn in einem [mehr]

Holm Bräuer

Pflicht

Kann in der philosophischen Literatur in zweierlei Formen auftreten, als subjektive Verbindlichkeit (Gesinnung) oder als objektive Pflichtgemäßheit von [mehr]

Holm Bräuer

Phänomen

Von griech. phainomenon , ›Erscheinung‹: Der Terminus wird in der Philosophie zur Bezeichnung der in der Sinnlichkeit gegebenen Erscheinung…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Phänomenologie

Der Ausdruck bezeichnet eine erkenntnistheoretische Richtung, die als Ausgangspunkt ihrer Untersuchungen die Phänomene, d. h. die beobachtbaren Sachen als solche wählt. Das Phänomen, die Erscheinung,…[mehr]

Holm Bräuer

Philanthropie

Griech. ›Menschenliebe‹: In der Antike als freundliche Gesinnung der Menschen untereinander, zu der Wohltätigkeit, Milde und Gastwirtschaft gehörten, bekannt. Es war Xenophon, für den der Begriff der Menschenliebe von zentraler Bedeutung war.…[mehr]

Holm Bräuer

Philosophem

Das in einem sinnreichen Ausspruch zusammengefasste Ergebnis philosophischer Forschung. Bei Aristoteles in der Bedeutung von ›apodiktischer Syllogismus‹ verwendet. [mehr]

Holm Bräuer

Philosophia perennis

Lat. ›immerwährende Philosophie‹: Ausdruck, der von Steuchus geprägt wurde, um den gleichartigen Charakter der philosophischen Grundgedanken bei allen Völkern und deren Übereinstimmung mit einer am christlichen Glauben orientierten…[mehr]

Holm Bräuer

Philosophia prima

Lat. ›erste Philosophie‹: Bei Aristoteles umfasst die erste Philosophie, die nicht auf ein bestimmtes Wissensgebiet, sondern auf die Erforschung der ersten [mehr]

Holm Bräuer

Philosophie

Von griech. philos , ›Freund‹ und sophia , ›Weisheit‹: Im Unterschied zu den jeweiligen Einzelwissenschaften beschäftigt sich die Philosophie nicht so sehr mit einzelnen Gegenstandsbereichen der [mehr]

Holm Bräuer

Phronesis

Griech. ›Klugheit, praktisches Wissen‹: bezeichnet bei Platon und Aristoteles die praktische Weisheit, die im…[mehr]

Holm Bräuer

Phylogenese

Die stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen einer bestimmten Verwandtschaftsgruppe. Im Unterschied zur Ontogenese, die den individuellen Entwicklungsgang eines Lebewesens beschreibt, werden in der Phylogenese die…[mehr]

Holm Bräuer

Physiokratismus

Von griech. physis , ›Natur‹ und kratein , ›herrschen‹: volkswirtschaftliche Theorie, die in Frankreich in der zweiten Hälfte des 18. Jhs. entwickelt wurde und nach welcher…[mehr]

Holm Bräuer

Physis

Griech. ›Natur‹: Die Entdeckung der Natur als eines eigenständigen Wirklichkeitsbereichs gilt als eine der erstaunlichsten Leistungen der griechischen Philosophie, doch hatte dieser Begriff von Anfang an…[mehr]

Prof. Dr. Karl Bormann

Platon von Athen

(427 bis 348/347): Schloss sich wohl 407 Sokrates an, der mit Ausnahme der Gesetze in allen Werken Platons am Gespräch mehr oder weniger beteiligt ist. Die Schriften, zu denen die Referate über Platons…[mehr]

Holm Bräuer

Platonische Liebe

Ausdruck, der heute meist als Bezeichnung für eine unsinnliche Liebe verwendet wird. Den Drang nach philosophischer Erkenntnis deutet Platon, im Anschluss an Sokrates als…[mehr]

Holm Bräuer

Platonismus

Bezeichnung für eine Reihe sehr unterschiedlicher philosophischer Standpunkte. Als Platonismus wird zum einen jede Form der Rezeption Platons verstanden, die einen Anschluss an einzelne Lehrstücke seines Werkes sucht, andererseits wird dieser Begriff aber auch…[mehr]

Prof. Dr. Karl Bormann

Plotin

(um 205–270): Der Geburtsort ist unbekannt; Plotin begann 244 in Rom mit seiner Lehrtätigkeit. Sein Anliegen war die Erneuerung und Interpretation der platonischen Philosophie mit Ausnahme der Sokratik und der Staatslehre; einbezogen sind nicht nur [mehr]

Holm Bräuer

Pluralismus

Von lat. plures , ›mehrere‹: Vorwiegend in der Erkenntnistheorie, der Wissenschaftsmethodologie und in der Politikwissenschaft gebrauchter Theoriebegriff. Gegen den [mehr]

Holm Bräuer

Pneumatologie

Von griech. pneuma , ›Geist, Hauch, Wind‹: Hauptsächlich ein Begriff der theologischen Diskussion, welcher den Teil der Dogmatik umfasst, der sich mit dem Heiligen Geist als einer der drei Personalitäten [mehr]

Holm Bräuer

Poetik

Von griech. poiein , ›machen, hervorbringen‹: Bedeutet im engeren Sinne Dichtungslehre. Sie ist ein Teil der Dichtungswissenschaft innerhalb der Literaturwissenschaft. In der Antike, insbesondere bei [mehr]

Prof. Dr. Günter Seubold

Poiesis

Griech. poiesis , poietike techne , ›Kunst des Hervorbringens, Herstellens‹: bezeichnet seit Aristoteles ein Tun, das sein Ziel in der Herstellung eines Gebrauchsgegenstandes oder Kunstwerkes…[mehr]

Holm Bräuer

Polemik

Von griech. polemos , ›Krieg, Kampf‹: In der gesamten Philosophiegeschichte gehört die Polemik zur Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Positionen. Eine methodische Rolle nimmt sie in der [mehr]

Holm Bräuer

Polis

Griech. ›Stadtstaat‹: ursprünglich die Burg und die zu ihr gehörige Siedlung. Als ein von Mauern umgebenes städtisches Siedlungszentrum bildet die Polis die wichtigste Staatsform in der griechischen Antike, die – allerdings unter den…[mehr]

Holm Bräuer

Politik

Von griech. politike , ›Kunst der Staatsverwaltung‹ oder ta politika , ›Staatsgeschäfte‹: Bezeichnet ein zielorientiertes Handeln, das sowohl auf staatliche als auch auf öffentliche oder individuelle Bereiche gerichtet…[mehr]

PD Dr. Petra Kolmer

Politische Philosophie

Disziplin der praktischen Philosophie. Sie hat einen speziellen Bereich der menschlichen Lebens- und Handlungswelt zum Gegenstand, dem die griechische polis den Namen gab: den Bereich der den Menschen als…[mehr]

Holm Bräuer

Polysyllogismus

Schlusskette oder Vielschluss: bezeichnet in der traditionellen Logik die Aufeinanderfolge mehrerer syllogistischer Einzelschlüsse, deren Verbindung dadurch zustande kommt, dass die [mehr]

Holm Bräuer

Polytheismus

Im Gegensatz zum Monotheismus ein Glaube an eine Vielzahl von Göttern. Polytheistische Vorstellungen finden sich in fast allen Volks- oder Naturreligionen. Sie entstehen aus der Übernahme von Göttern aus…[mehr]

Daniel Cohnitz

Popper, Karl Raimund

(1902–1994): Geboren in Wien am 28. 7., gestorben in Croydon am 17. 9.; österreichisch-britischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker. Karl Poppers philosophische Auffassung, der kritische Rationalismus,…[mehr]

Holm Bräuer

Popularphilosophie

Bezeichnung für eine Art des Philosophierens, die sich um eine zugängliche Darstellungsweise und um die öffentliche Wirksamkeit philosophischer Argumentation bemüht. Dabei werden zwanglose literarische Formen wie Dialog oder Brief bevorzugt. Im…[mehr]

Holm Bräuer

Port-Royal

Die Äbtissin J. M. Arnauld baute ein in der Nähe von Paris gelegenes Zisterzienserinnenkloster zu einer philosophisch-theologischen Schule aus, die im 17. Jh. großen Einfluss auf die französische Kultur ausübte. Die Hauptinhalte dieser…[mehr]

Holm Bräuer

Position

Von lat. ponere , ›setzen, behaupten, äußern‹: Meist im Sinne des Setzens, des Einführens einer Annahme oder eines Standpunktes (Supposition, Hypothese) verwendet. Eine Position bedarf eines Beweises oder einer Begründung, jedoch…[mehr]

Holm Bräuer

Positiv

Von lat. ponere , ›setzen, behaupten, äußern‹: Die Bezeichnung wird besonders in der neuzeitlichen Tradition dazu benutzt, das Verfahren der Philosophie von dem der Naturwissenschaften abzugrenzen. Während die [mehr]

Holm Bräuer

Positives Recht

Seit Aristoteles hat die Unterscheidung zwischen positivem Recht und Naturrecht / idealem Recht großen Einfluss…[mehr]

Ullrich Wille

Positivismus

Eine hauptsächlich im 19. und 20. Jh. verbreitete Haltung von Wissenschaftlern und Philosophen, die allein das erfahrungsmäßig Gegebene, d. h. das Positive, als die letzte Instanz wissenschaftlicher [mehr]

Holm Bräuer

Possest

Lat. ›Können-Ist‹: Gott ist zugleich das, was ist und auch alles, was je sein kann. Nikolaus von Kues drückt daher die Einheit von [mehr]

Holm Bräuer

Post hoc ergo propter hoc

Lat. ›danach, also dadurch‹: Bezeichnung für einen Fehlschluss, der dann entsteht, wenn aus der zeitlichen Aufeinanderfolge zweier Ereignisse A und B auf eine kausale Verknüpfung dieser Ereignisse geschlossen wird, in der A die [mehr]

Dr. Hartmut Pätzold

Postmoderne

Es hat mehr als hundert Jahre gedauert, bis der zunächst nur vereinzelt in den Literatur-, Kunst- und Architekturdebatten seit dem ausgehenden 19. Jh. auftauchende Begriff der Postmoderne in den siebziger Jahren des 20. Jhs. auch Eingang in soziologische und…[mehr]

Holm Bräuer

Postulat

Von lat. postulare , ›fordern, verlangen, beanspruchen‹: Annahme, die von der Sache her notwendig ist und nicht eigens bewiesen werden muss oder nicht bewiesen werden kann, wenn es sich um ein Grundprinzip handelt. In der Mathematik, der…[mehr]

VERWEIS

Potentialität

→Potenzialität [mehr]

Holm Bräuer

Potenz

Lat. potentia , ›das Können‹: Aristoteles unterscheidet in seiner Theorie der Seele drei Potenzen…[mehr]

Holm Bräuer

Potenzialität

Bezeichnet im Gegensatz zur Aktualität die noch nicht verwirklichte Möglichkeit, die Wirkungskraft. [mehr]

Holm Bräuer

Prädestination

Vorherbestimmtheit der menschlichen Handlungen oder der Ereignisse in der Welt durch die Vorsehung Gottes. [mehr]

Holm Bräuer

Prädikabilien

Von lat. praedicabile , ›aussagbar‹: In seiner Einführung in die aristotelische Kategorienschrift (isagoge ) klassifiziert Porphyrios die von Aristoteles entwickelten allgemeinen Termini,…[mehr]

Holm Bräuer

Prädikat

Bezeichnet den Teil eines Urteils, der von einem Subjekt ausgesagt wird. Die Funktion des Prädikats wird in der…[mehr]

Jan Westerhoff

Prädikatenlogik

Erweiterung der Aussagenlogik, die Aussagen nicht als unanalysiert betrachtet, sondern einen Teil ihrer inneren Struktur mit einbezieht. Klassische Syllogismen wie…[mehr]

Holm Bräuer

Präexistenz

Von lat. prae , ›vor‹ und existere , ›existieren‹: Ausdruck, der in unterschiedlichen philosophischen Kontexten verwendet wird. In der Ontologie bezeichnet Präexistenz den…[mehr]

Holm Bräuer

Pragmatik

Bildet gemeinsam mit Syntax und Semantik einen Teilbereich der Sprachphilosophie. Diese Einteilung ist insbesondere…[mehr]

Dr. Axel Spree

Pragmatismus

Der Pragmatismus gilt als erste eigenständige Richtung der amerikanischen Philosophie. Entstanden im letzten Drittel des 19. Jhs., erreichte er seinen Höhepunkt zu Anfang unseres Jahrhunderts in der vor allem von [mehr]

Holm Bräuer

Praktische Vernunft

Nachdem Kant in der Kritik der reinen Vernunft theoretisch-metaphysische Fragen der reinen Vernunft erörtert, wendet er sich in seiner Kritik der praktischen…[mehr]

Holm Bräuer

Praktischer Syllogismus

Im Unterschied zu theoretischen Schlüssen, in denen festgestellt wird, was der Fall ist, bezeichnet Aristoteles einen Schluss, der angibt, was wir tun sollen, als einen praktischen Syllogismus. Wie der theoretische…[mehr]

Holm Bräuer

Praktisches Gesetz

Für Kant ist ein praktisches Gesetz (Sittengesetz) ein Satz, der ein unbedingt zu befolgendes Gebot der praktischen…[mehr]

Holm Bräuer

Prämisse

In der klassischen Logik einer der beiden Vordersätze oder die Voraussetzung eines Syllogismus. Während sich die Bezeichnungen ›Obersatz‹ für die erste Prämisse und…[mehr]

Holm Bräuer

Prästabilierte Harmonie

Ausdruck, der von Leibniz zur Lösung des Leib-Seele-Problems (Dualismus Leib – Seele) herangezogen wurde. Wenn der Körper und die Seele…[mehr]

Holm Bräuer

Präsumption

Von lat. praesumptio , ›Vermutung, Erwartung‹: Die Vermutung, die so lange als zutreffend angenommen wird, bis ihr Gegenteil bewiesen ist. Von einer Präsumption in Bezug auf eine Person spricht man…[mehr]

Holm Bräuer

Präsupposition

Von lat. praesuppositio , ›Voraussetzung‹: Im Allgemeinen spricht man von Präsuppositionen im Sinne von Voraussetzungen, die im Hinblick auf die Wahrheit oder Falschheit einer [mehr]

Holm Bräuer

Präsyllogismus

Vollständiger syllogistischer Schluss, dessen conclusio (Konklusion, Schlusssatz) als die Prämisse eines weiteren syllogistischen Schlusses…[mehr]

Holm Bräuer

Praxis

Griech. ›Handlung‹: Begriff, der sowohl in der Umgangssprache als auch in der philosophischen Terminologie in verschiedenen Kontexten verwendet wird. Einerseits bezeichnet ›Praxis‹ die gesamte Lebenstätigkeit des [mehr]

Holm Bräuer

Primat

Lat. ›Vorrang‹: Begriff, der oft in Fragen nach dem Vorzug oder dem Vorrang einer Position gegenüber einer anderen auftaucht. Kant lehrte den Primat der praktischen [mehr]

Holm Bräuer

Prinzip

Von lat. principium , ›Anfang, Ursprung, Grundlage‹, arche : In der Logik, der Wissenschaft und…[mehr]

Holm Bräuer

Privation

Von lat. privatio , ›Beraubung, Mangel‹: Nach Aristoteles besteht eine Privation im Fehlen einer Eigenschaft, die einem Seienden (Sein) von [mehr]

Holm Bräuer

Probabilismus

Wissenschaftliche Theorie, deren Aussagen durch rein statistische Methoden gewonnen und auf wahrscheinlichkeitstheoretische Annahmen zurückgeführt werden. Davon zu unterscheiden sind solche [mehr]

Holm Bräuer

Problem

Der Begriff ist kein eigentlich philosophischer Terminus. Im täglichen Leben trifft man unter den verschiedensten Umständen, in den verschiedensten Lebensbereichen auf Probleme. Sie stellen sich meist dann ein, wenn durch äußere Umstände ein…[mehr]

Holm Bräuer

Progress

Lat. progressus , ›Fortschritt, Fortgang‹: In der Geschichts- und Gesellschaftstheorie bezeichnet Progress einen positiven Begriff der historisch-gesellschaftlichen Entwicklung, welche auf einer bestimmten Theorie des Fortschritts beruht. Dem entgegen…[mehr]

Holm Bräuer

Prolegomena

Griech. ›Vorrede‹: Im philosophischen Kontext bezeichnet Prolegomena eine eigenständige Arbeit, die der Einleitung oder Einführung in eine Wissenschaft dient. So war [mehr]

Holm Bräuer

Propädeutik

Diejenigen Vorunterweisungen, die zum Verständnis und zum Studium einer Wissenschaft notwendig sind. In der Philosophie gibt es Propädeutiken vor allem in der [mehr]

Holm Bräuer

Proposition

Begriff in der modernen Sprachphilosophie, mit dem die Objekte mentaler Akte, wie Wollen, Denken, [mehr]

Holm Bräuer

Propter hoc

Lat. ›dadurch, als Folge von diesem‹: Kürzel für einen Fehlschluss, bei dem irrtümlich aus dem Vorliegen einer zeitlichen Folgebeziehung auf eine kausale Folgebeziehung geschlossen wird ([mehr]

VERWEIS

Prosyllogismus

→Präsyllogismus [mehr]

Holm Bräuer

Protention

In Husserls Phänomenologie bezeichnet Protention ein Grundmerkmal der Intentionalität des…[mehr]

Jan Westerhoff

Protokollsatz

Aussage, die die einfachsten erkennbaren Sachverhalte ohne jedwede Beimengung theoretischer Ordnungselemente beschreiben soll. Zunächst handelt es sich hierbei um Beobachtungssätze, in denen empirischeWahrnehmungen unter Verwendung von indexikalischen…[mehr]

Holm Bräuer

Provisorische Moral

Ein von Descartes eingeführter Begriff, durch den Prinzipien und Maximen des moralischen Verhaltens entwickelt werden…[mehr]

VERWEIS

Psyche

→Seele [mehr]

Holm Bräuer

Psychologismus

Bezeichnung für eine Position, die die Psychologie als die Grundlagenwissenschaft für alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen auffasst. Besondere Bedeutung erlangte der Psychologismus in der [mehr]

Dr. Carsten Klein

Putnam, Hilary

(1926): Geboren am 31. 7. in Chicago; gehört zu den herausragenden Denkern der auf Quine folgenden Generation amerikanischer Philosophen. Anders als viele seiner spezialisierten Zeitgenossen hat er sich mit einem breiten…[mehr]

Prof. Dr. Karl Bormann

Pythagoras von Samos

(6. Jh. v. Chr.): Gemäß antiker Auffassung Urheber der italischen Philosophie, verließ im fünften Jahr der Herrschaft des Polykrates (532/531) Samos und siedelte sich in Kroton in Unteritalien an, wo er große Autorität erlangte,…[mehr]

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt