Stichwortverzeichnis

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M

Dr. Andreas Preußner

Macht

Im philosophischen Sprachgebrauch wird der Begriff in mehreren Weisen benutzt, am allgemeinsten in der Bedeutung ›Vermögen‹: Macht ist dasjenige, wodurch ein Mögliches in die Wirklichkeit überführt werden kann. Diese [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Maieutik

Griech. ›Hebammenkunst‹: Wird von Platon zur Kennzeichnung von Sokrates’ Kunst der Gesprächsführung benutzt. Dabei geht es darum, dass der Lehrer seine Schüler nicht einfach durch…[mehr]

Dr. Brigitte Wiesen

Makrokosmos

Der aus dem Griechischen stammende Begriff beschreibt die große Welt, das Weltall im Gegensatz zum Mikrokosmos. Der Begriff Makrokosmos wird immer dann verwendet, wenn große Dimensionen beschrieben werden…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Manichäismus

Eine dualistische Religion, die auf die Lehren des Persers Mani zurückgeht. Prinzip des Manichäismus ist der andauernde Kampf zwischen dem Licht und der Finsternis. Beide stehen für den Gegensatz vom Guten und…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mantik

Griech. ›Kunst der Wahr- und Weissagung‹: Bei der Mantik sind zwei Grundformen zu unterscheiden: die natürliche (enthusiastische) und die künstliche (zeichendeuterische). Die natürliche Mantik (etwa wie die der Pythia) verdankt sich der…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Marburger Schule

Eine von Cohen und Natorp begründete Richtung des Neukantianismus. Das Schwergewicht liegt hier auf methodischer Klarheit und logischer Durchdringung. Entscheidend ist die Eliminierung metaphysischer Grundlagen…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Marginalien

Von lat. margo , ›der Rand‹: Bemerkungen am Rande eines Textes, die in bestimmten Fällen auch kurze Inhaltsangaben sein können. Marginalien finden sich besonders häufig in Handschriften, wo sie meist kurze Erläuterungen sind, aber…[mehr]

Dr. Hans-Friedrich Bartig

Marx, Karl

(1818–1883): Marx wurde am 5. 5. in Trier geboren und ist am 14. 3. in London gestorben. Die Grundzüge seiner Philosophie lassen sich in Verbindung mit drei Namen darstellen: Hegel, Feuerbach und Engels. Von Hegel…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Materialismus

Bezeichnung einer Gruppe von philosophischen Schulen. Der Materialismus geht von der metaphysischen Grundannahme aus, dass es nur zwei Prinzipien gibt: Körper und Bewegung. Alles Seiende ([mehr]

Dr. Andreas Preußner

Materie

Im philosophischen Kontext in mehreren Bedeutungsvarianten anzutreffender Begriff. Ursprünglich meint er so etwas wie Holz, mit dem man etwas bauen kann, also den Rohstoff für alle möglichen Verrichtungen. Als…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mathesis universalis

Griech.-lat. ›universale Wissenschaft‹: Der Ursprung des Gedankens entstammt der Mathematik, wo versucht wurde, die verschiedenen mathematischen Disziplinen als [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Maxime

Der Begriff ist in der Philosophie sehr vielgestaltig. Ursprünglich stammt er aus der Logik, wo eine propositio maxima soviel wie einen höchsten und obersten Satz meint, der keines Beweises bedarf, sondern gerade hilft, zweifelhafte Sätze zu…[mehr]

Dr. Brigitte Wiesen

Mechanismus

Unter Mechanismus versteht man die Anschauung, dass alles Naturgeschehen kausal-mechanisch, d. h. nach dem Verhältnis von Ursache und Wirkung erfolgt. Die älteste Form des Mechanismus ist der antike [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Megariker

Anhänger des Euklid von Megara bzw. die Nachfolger in der Leitung der von ihm um 380 v. Chr. gegründeten Schule. Die Megariker (auch: Megarier) stützen sich in ihrer Lehre sowohl auf die Eleaten als auch…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mensch

In der philosophischen Forschung mehr und mehr in den Mittelpunkt gerückt, sodass die Frage ›Was ist der Mensch?‹ als Kernproblem angesehen werden kann. In seiner Sonderstellung als Lebewesen und Geistwesen zugleich ergeben sich die unterschiedlichsten…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Menschenrechte

Ihre Einforderung ist das Resultat der Aufklärung (A Neuzeit – Aufklärung) wie es sich zuerst in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 und der…[mehr]

Dr. Brigitte Wiesen

Mesokosmos

Der aus dem Griechischen stammende Begriff beschreibt die Zwischenwelt zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Er wird immer dann verwendet, wenn von der Untersuchung…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Meta

Griech. ›hinterher, darauf, hernach; unter; nach‹: In der Philosophie wird meta zumeist in Verbindung mit Substantiven gebraucht. Die Kombination mit meta bedeutet oft, dass ein bestimmter Bereich überschritten wird, um ihn von anderer…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Metabasis eis allo genos

Griech. ›Hinübergehen in eine andere Gattung‹: Meint in allen Fällen eine unerlaubte Grenzüberschreitung. Diese kann innerhalb einer bestimmten Teildisziplin erfolgen oder auch zwischen zwei unterschiedlichen [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Metaethik

Solche ethischen Theorien, die sich einerseits auf die analytische Philosophie stützen, andererseits aber von der Sprachtheorie des späten [mehr]

Prof. Dr. Karl Bormann

Metaphysik

Griech. ta meta ta physika , ›das, was auf die Physik folgt‹: Der Titel Metaphysik begegnet erstmals im 1. Jh. v. Chr. bei Nikolaus von Damaskus und wird in der Folgezeit regelmäßig verwendet; anzunehmen ist, dass er auf…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Metasprache

In der modernen Logik wird die Unterscheidung zwischen Metasprache und Objektsprache gemacht, um die Semantik…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Methexis

Griech. ›Teilhabe‹: In der Philosophie Platons stellt die Methexis die Verbindung zwischen der Sinnenwelt (kosmos aisthetos ) und der Ideenwelt (kosmos noetos ) dar. Die [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Methode

Von griech. methodos ›Nachgehen‹: Ein geordnetes Verfahren zur Gewinnung eines bestimmten Zieles, der Weg, es zu erreichen, die Art und Weise des Vorgehens. Jede Philosophie ist in ihrem Inhalt auch dadurch bestimmt, welche Methode jeweils zur…[mehr]

Dr. Brigitte Wiesen

Mikrokosmos

Der aus dem Griechischen stammende Begriff beschreibt die kleine Welt im Gegensatz zum Makrokosmos. Er wird immer dann verwendet, wenn kleine Dimensionen beschrieben werden. In der griechischen Philosophie erhielt das…[mehr]

Dr. Ralph Schumacher

Mill, John Stuart

(1806–1873): Geboren am 20. 5. in London, gestorben am 3. 5. in Avignon. Mill war einer der vielseitigsten Denker des 19. Jhs., dessen Arbeiten zur theoretischen und praktischen Philosophie sowie zum politischen [mehr]

VERWEIS

Millenarismus

→Chiliasmus [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mimesis

Griech. ›Nachahmung‹: Der philosophische Gebrauch des Begriffs entstammt ursprünglich der Musiktheorie. Dabei geht es darum, dass sich Stil, Rhythmus und Tonart nach dem Wort richten müssen, d. h. passen sollen. Im Bereich des Schauspiels wird…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Misanthropie

Der Menschenhass ist eine Einstellung des Menschen sich selbst und den anderen gegenüber. Die Quellen können unterschiedlicher Natur sein. Die frühe Neuzeit…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mitleid

Es lassen sich verschiedene Formen ausmachen: Mitleid kann als Mitleiden mit der Not oder dem Schmerz anderer verstanden werden, woraus tätige Hilfe resultiert. Das Mitleid ist entweder pathologisch (als Leidenschaft verstanden), wenn die Tat unmittelbar vom…[mehr]

VERWEIS

Mittelalter

→Mittelalter [mehr]

Dr. Günther Mensching

Mittelalter

Verlegenheitsbegriff, mit dem die Humanisten die Periode zwischen dem Ende der Antike und ihrer eigenen Epoche bezeichnen wollten, welche sich als Wiedergeburt (Renaissance) der griechischen und römischen Kultur…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mneme

Griech. ›Erinnerung, Gedächtnis‹: Die Mneme bzw. Mnemosyne ist in der griechischen Mythologie die Mutter der Musen. Die philosophische Auseinandersetzung über die Mneme ist seit Platon nachvollziehbar.…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Modal

Von lat. modus ›Art und Weise‹: Wenn im philosophischen Kontext modal gebraucht wird, so meint dies meist, dass es um die Art der Gegebenheit von Gegenständen geht ([mehr]

Dr. Andreas Preußner

Modalität

Bei Kant ist die Modalität eine der vier Kategoriengruppen (neben Quantität, Qualität und Relation). Sie enthält die Einzelkategorien Möglichkeit, Wirklichkeit und Notwendigkeit. Die Kategorien der…[mehr]

Dr. Brigitte Wiesen

Modell

Im Sprachgebrauch der Wissenschaft ist ein Modell ein natürliches oder speziell konstruiertes Hilfsmittel, das dazu genutzt wird, um über das Original neue Informationen zu erlangen oder das Verständnis…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Möglichkeit

Der Begriff erscheint in der Philosophie in verschiedenen Bedeutungen. In der klassischen Metaphysik bedeutet Möglichkeit das Komplement zu [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Monade

Von griech. monas , ›Einheit‹: In der klassischen griechischen Philosophie bei Platon bedeutet Monade die unwandelbaren und unzerteilbaren Ideen, die die…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Monismus

Von griech. monas , ›Einheit‹: Bezeichnung für verschiedene philosophische Strömungen, die aber von dem gleichen Gedanken getragen werden: Die Wirklichkeit ist einheitlich und von einerlei…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Monotheismus

Charakterisierung der Religionen, die nur einen Gott verehren. Es sind dies Judentum, Christentum und Islam. Die philosophische Tradition, sofern sie nicht atheistisch ist,…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Moral

Von lat. moralis , ›sittlich‹: Bezieht sich auf all das, was die Sitten und Gebräuche eines Gemeinwesens ausmacht. Diese sind tradiert und beziehen ihre Verbindlichkeit aus ihrem Alter und Funktionieren. Die Moral ist insofern nicht universell,…[mehr]

VERWEIS

Moralistik

→Moral [mehr]

VERWEIS

Moralphilosophie

→Ethik [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Moralprinzip

Jeder Grundsatz, der das sittliche Wollen bestimmen soll. Diese Grundsätze können sehr unterschiedlicher Natur sein, was sich in der Vielfalt der Ethiken dokumentiert.…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

More geometrico

Lat. ›nach geometrischer Weise‹: Der Ausdruck ist dem Titel von Spinozas bedeutendstem Werk entlehnt: Ethica. Ordine Geometrico demonstrata (Die Ethik mit geometrischer Methode begründet )…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Morphologie

Von griech. morphe , ›Gestalt‹: Der Begriff ist von Goethe geprägt und in die Natur- und Geisteswissenschaften eingeführt worden. Die Gestalten und Wandlungen der Natur und der [mehr]

Dr. Wulff D. Rehfus

Münchhausen-Trilemma

Beim so genannten Münchhausen-Trilemma handelt es sich um das Problem der Letztbegründung. Der Sache nach tritt es bereits in der Skepsis auf, wurde aber erst von H. Albert so benannt. Um 49 vor Chr.…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mundus intelligibilis

Lat. ›Welt des Denkbaren‹: Seit Platon gibt es die ontologische Scheidung des Seienden (Sein) in zwei Teile: die Welt des [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mundus sensibilis

Lat. ›Sinneswelt‹: Im Unterschied zum mundus intelligibilis der Zeit und somit dem Wandel unterworfen. Die Sinneswelt hat im Verständnis…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mystik

Das Bestreben, durch Abkehr von der Sinnenwelt und Versenkung in die Tiefe des eigenen Seins, das Wahre und Göttliche zu erfahren. In der Philosophie wirkte die Mystik (nämlich die Orphik) insbesondere bei [mehr]

Dr. Andreas Preußner

Mythos

Ursprünglich eine Erzählung über das geschichtlich nicht dokumentierbare Handeln der Götter und Heroen. Die frühe Philosophie verwirft den Mythos als unverbürgt, d. h. als eine nicht rechenschaftsfähige Erzählung. Allenfalls…[mehr]

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Alle 1000 Artikel können auf dieser Website kostenlos gelesen und ausgedruckt werden. Zur weiteren Nutzung sowie Fragen des Copyrights siehe die Seite Nutzungsbedingungen.

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt