Stichwortverzeichnis

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I

Dr. Thomas Blume

Ich

Umgangssprachlich handelt es sich bei dem Wort ›ich‹ um ein Personalpronomen, mit dem sich ein Sprecher auf sich selbst bezieht. In der philosophischen Diskussion wird der Begriff des Ich zusammen mit den…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Ideae innatae

Lat. ›angeborene Ideen‹: Der Sache nach geht der Begriff der angeborenen Ideen auf Platon und seine Anamnesis-Lehre zurück. Danach besteht Erkennen in…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Ideal

Von griech. idea , ›Idee, Gestalt, Urbild, Wesen‹: Umgangssprachlich bezeichnet das Wort etwas Vollkommenes, Makelloses. Das Ideal kann in einem bestimmten Gegenstand verkörpert sein. Eine bestimmte Person kann z. B. das Schönheitsideal…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Idealismus

Von griech. idea , ›Idee, Gestalt, Urbild, Wesen‹: Als Idealismus bezeichnet man eine antirealistische Konzeption von Erkenntnis. Die erkenntnistheoretische Position des Idealisten lässt sich am…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Ideation

Von griech. idea , ›Idee, Gestalt, Urbild, Wesen‹: Bezeichnung eines von Husserl entwickelten Verfahrens zur Bestimmung des Begriffsinhaltes. Dabei wählt man zunächst einen beliebigen Vertreter…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Idee

Von griech. idea , ›Idee, Gestalt, Urbild, Wesen‹: Grundbegriff der platonischen Philosophie, der die erkenntnistheoretische und bedeutungstheoretische Debatte bis in die Gegenwart maßgeblich geprägt hat. Bei [mehr]

Ullrich Wille

Identität

Völlige Übereinstimmung; zweistellige Relation, in der jeder Gegenstand zu sich selbst und zu keinem anderen Gegenstand steht. Die Identitätsrelation ist eine Äquivalenzrelation, d. h. sie erfüllt folgende Bedingungen: für alle x gilt: x…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Ideologie

Von griech. idea , ›Idee, Gestalt, Urbild, Wesen‹: Vorläufer des modernen Ideologiebegriffs ist die Idolenlehre F. Bacons. Unter Idolen versteht Bacon…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Idol

Von lat. idolum , ›Bild, Abbild, Trugbild‹: dient F. Bacon als Begriff zur Bezeichnung von Fehlerquellen und Vorurteilen, die der Erkenntnis der [mehr]

Stefan Bagusche

Ignoratio elenchi

Der Ausdruck stammt aus lateinischen Übersetzungen der Aristoteles-Schrift Die sophistische Widerlegungen und bedeutet wörtlich: ›Unkenntnis der Widerlegung‹. Mit ihm wird eine bestimmte Art von [mehr]

Dr. Thomas Blume

Illuminationslehre

Von lat. illuminatio ›Erleuchtung‹: auf Platon zurückgehende fundamentalistische Erkenntnistheorie. In seinem [mehr]

Dr. Thomas Blume

Immanent

Von lat. immanere , ›darin bzw. bei etwas bleiben‹: heute hauptsächlich ein bildungssprachlicher Begriff, mit dem ausgedrückt wird, dass etwas bestimmte Grenzen nicht überschreitet. So spricht man z. B. von einer immanenten Kritik…[mehr]

VERWEIS

Immanenz

→Immanent [mehr]

Sonja Vogt

Imperativ

Imperativsätze sind Sätze im imperativen Modus, der in vielen Sprachen mit anderen Modi wie Indikativ oder Optativ kontrastiert. Imperativsätze werden gebraucht, um die Adressaten zu einem bestimmten Verhalten aufzufordern, z. B. ›Komm doch mit…[mehr]

VERWEIS

Implikat

→Implikation [mehr]

Sonja Vogt

Implikation

Der Begriff der logischen Implikation wird entgegengesetzt zum Begriff der logischen Folgerung verwendet. Anstatt zu sagen, dass die Konklusion eines Schlusses aus den…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Implizit

Von lat. implicare , ›einwickeln‹. Man spricht davon, dass etwas implizit sei, wenn es nicht offenkundig zutage tritt, sondern nur indirekt oder unausdrücklich gesagt wird. Lässt sich ein bestimmter Satz auf logischem Wege aus anderen…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Indetermination

Begriff zur Bezeichnung der Lehrmeinung, dass sich bestimmte physikalische Zustandsgrößen nicht vollständig messen und eindeutig berechnen lassen. Hatte noch der französische Mathematiker und Astronom P. S. Laplace angenommen, dass sich aus dem…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Individualethik

Den Untersuchungsgegenstand bilden hier die moralischen Werte und Normen des Einzelnen, während innerhalb der Sozialethik die Werte und Normen von Gemeinschaften im…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Individualismus

Begriff zur Bezeichnung einer Betrachtungsweise, die ihren Ausgangspunkt beim Individuum und seinen Überzeugungen und Werten nimmt. In der [mehr]

Dr. Thomas Blume

Individuation

Von mlat. individuare , ›zum Individuum machen‹: Begriff zur Bezeichnung der Bestimmung eines Individuums als solchem. Die philosophische Beschäftigung mit dem allgemeinen [mehr]

Dr. Thomas Blume

Individuum

Lat. ›das Ungeteilte, das Unteilbare‹: Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet Individuum zumeist einen bestimmten einzelnen Gegenstand. Oftmals erstreckt sich die Anwendung des Begriffs jedoch nur auf lebendige…[mehr]

Daniel Cohnitz

Induktion

Von gültigen deduktiven Schlüssen werden oft Schlüsse unterschieden, bei denen zwar keine logische Folgerung vorliegt, in denen die Prämissen der [mehr]

Dr. Thomas Blume

Inhalt

Umgangssprachlich dient der Begriff zur Bezeichnung desjenigen, was in bestimmten Grenzen eingeschlossen ist, was sich innerhalb einer festgefügten Form, z. B. in einem Becher, einer Flasche usw. befindet. Im übertragenen Sinne spricht man vom Inhalt eines…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Inhärenz

Von lat. inhaerentia , ›das Innewohnen‹: scholastischer Begriff zur Bezeichnung des Verhältnisses einer Substanz bzw. eines Einzeldinges zur ihren Eigenschaften ([mehr]

Dr. Thomas Blume

Inhärieren

Von lat. inhaerere , ›innewohnen‹: in einem Verhältnis der Inhärenz zu etwas stehen. Eine Eigenschaft inhäriert einem Individuum,…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Institution

Von lat. instituere , ›einrichten‹: Anders als der umgangssprachliche Begriff der Institution, der unter Institution eine Einrichtung, z. B. ein Ministerium oder eine Behörde, versteht, steht der philosophische Institutionenbegriff für…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Intellectus agens

Lat. ›der aktive Verstand‹: auf Aristoteles zurückgehende Bezeichnung des aktiven Teiles der Seele. Nach Aristoteles ist alles, was in der [mehr]

Dr. Thomas Blume

Intellektuelle Anschauung

Der Begriff hat seine Wurzel bei Augustinus, wo die Schöpfung der Dinge durch Gott als ein Sehen beschrieben wird. Wir sehen die Dinge, weil sie sind. Sie sind aber, weil…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Intelligibel

Lat. ›begreiflich‹: Als philosophischer Terminus hat der Begriff des Intelligiblen seine maßgebliche Bedeutung durch Kant erfahren. Nach Kant, der sich damit in eine bis auf [mehr]

Dr. Thomas Blume

Intension

Von lat. intendere , ›sich auf etwas wenden‹: Inhalt eines Ausdrucks im Gegensatz zu dem mit dem Ausdruck bezeichneten Gegenstand. Nach Carnap, der sich dabei auf die fregesche Unterscheidung von [mehr]

Dr. Thomas Blume

Intention

Von lat. intentio , ›Absicht‹: bezeichnet zum einen das bewusste Ziel, die Absicht einer Handlung, zum anderen das Gerichtetsein des Bewusstseins auf seine Gegenstände. In der zweiten Bedeutung…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Intentionalität

Von lat. indendere , ›sich auf etwas wenden‹: Begriff zur Bezeichnung der Gerichtetheit im Allgemeinen, der Gerichtetheit des Bewusstseins auf einen Gegenstand im Besonderen. In die aktuelle Debatte…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Interesse

Von lat. interest , ›ist von Wichtigkeit‹: Terminus zur Bezeichnung eines Bedürfnisses oder Zieles, sofern es das Handeln und Wollen grundlegend und lang anhaltend bestimmt. In der moralphilosophischen Debatte des 18. und 19. Jhs. stand vor allem…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Intersubjektivität

Von lat. inter , ›zwischen‹ und Subjekt: dient allgemein zur Bezeichnung desjenigen, was nicht nur einem einzigen Subjekt zugänglich ist, wie das z. B. von Empfindungen behauptet wird, sondern…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Introspektion

Von lat. introspicere , ›hineinblicken‹: Begriff zur Bezeichnung der Selbstbeobachtung. Gleichzeitig mit der Entstehung der Optik kommt am Beginn der Neuzeit (A) ein [mehr]

Dr. Thomas Blume

Intuition

Lat. ›Anschauung‹: bezeichnet innerhalb fundierungstheoretischer Konzeptionen von Erkenntnis den Akt der Erfassung des unmittelbar Gegebenen. Fundierungstheoretische Konzeptionen von Erkenntnis gehen davon…[mehr]

Jan Westerhoff

Intuitionismus

Von dem niederländischen Mathematiker L. E. J. Brouwer (1881–1966) im Rückgriff auf Kants Theorie von der apriorischen Natur mathematischer Sätze begründete Bewegung, die die Aktivität…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Irrationalismus

Von lat. irrationalis , ›unvernünftig‹: Begriff zur Bezeichnung des Unvernünftigen und Vernunftlosen, desjenigen, was nicht mit dem Verstand erfassbar ist. Der Begriff wird heute sowohl im…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Irreduzibel

Von lat. reducere , ›zurückführen‹: Nicht zurückführbar, nicht ableitbar. Der Begriff wird in der Philosophie oft verwendet, um auszudrücken, dass sich geistige Prozesse nicht aus den ihnen zugrunde liegenden physikalischen…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Irrelevant

Unerheblich, bedeutungslos. [mehr]

Dr. Thomas Blume

Isomorphie

Von griech. isos , ›gleich‹ und morphe , ›Gestalt‹: Begriff zur Bezeichnung einer Strukturgleichheit. Eine solche liegt z. B. zwischen den Beziehungen der Ortschaften in der Welt und den Beziehungen der ihnen entsprechenden…[mehr]

VERWEIS

Ist-Sätze

→Deskriptive Sätze [mehr]

Dr. Herbert Wiesen

Iteration

Von lat. iteratio , ›Wiederholung‹: wiederholte Ausführung einer Handlung; mehrfaches Ablaufen eines Prozesses hintereinander. In der Logik wird insbesondere die wiederholte Anwendung eines Operators…[mehr]

VERWEIS

Iterieren

→Iteration [mehr]

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt