E
Dr. Thomas Blume
Lat. ›Seht, welch ein Mensch!‹ Nach Joh. 19, 5 Ausruf des Pontius Pilatus, als er der Menge den dornengekrönten und gegeißelten Jesus zeigt, um deren Mitleid zu erregen. Ecce Homo ist der Titel einer Schrift [mehr]
Dr. Wulff D. Rehfus
Von lat. ego , ›ich‹: ein Denken und Verhalten der Selbstbezogenheit, wobei Eigennutz und Eigeninteresse im Vordergrund stehen. Die Naturrechtslehre Hobbes’ modifiziert den Egoismus als das…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Von griech. eidos ›Gestalt, Urbild, Idee‹: in der Phänomenologie Husserls der Name für die Wissenschaft des in der Wesensschau Gegebenen.…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Abbild‹: steht bei Homer für die im Schattenreich der Toten fort existierende Seele. Beim Tod eines Menschen löst sich dessen Seele wie eine Art Schatten von seinem Körper ab, wobei sie alle äußeren Merkmale des Verstorbenen…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Gestalt, Urbild, Idee‹: steht in der antiken griechischen Philosophie für die Gestalt, das Wesen einer Sache, aber auch für den das Wesen ausdrückenden [mehr]
Dr. Thomas Blume
Bezeichnung eines Ausdrucks, der für einen individuellen Gegenstand, eine Person, einen geographischen Sachverhalt, aber auch für ein bestimmtes historisches Ereignis stehen kann. Man unterscheidet Eigennamen im strengen Sinne, wie ›Peter‹ oder…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Diejenige Sache, über die jemand nach geltender Rechtsnorm allein verfügen darf und die dem Zugriff der anderen entzogen bleibt. Je nachdem, ob sich die Verfügungsgewalt auf eine Einzelperson, eine Gruppe von Personen oder auf die gesamte Gesellschaft…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Bild‹: dient bei Platon als Gattungsbegriff zur Bezeichnung von Abbildverhältnissen. Seinem jeweiligen Zweck entsprechend gibt ein Eikon die genaue innere oder äußere Beschaffenheit…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Die Fähigkeit, sich etwas einzubilden oder vorzustellen. Als philosophischer Terminus nimmt der Begriff der Einbildungskraft eine zentrale Stelle innerhalb der Erkenntnistheorie [mehr]
Dr. Thomas Blume
Steht als erste Hypostase an der Spitze der neuplatonischen Seinslehre. Schon bei Parmenides wird das Eine mit dem Unteilbaren gleichgesetzt. Für Plotin ist die Idee…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Ist als philosophischer Begriff mindestens ebenso facettenreich wie der entsprechende Begriff der Umgangssprache. Folgende Verwendungsweisen werden innerhalb der philosophischen Literatur unterschieden: Als numerische Einheit bezeichnet man eine bestimmte zählbare…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Auch singuläre Urteile: Urteile, deren Subjekt nur ein einzelner Gegenstand aus einer Menge von Gegenständen ist. Die klassische Logik unterscheidet zwischen…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. eklegein ›auswählen‹: Bezeichnung einer philosophischen Methode, bei der ein Autor seine Gedanken unterschiedlichen philosophischen Schulen und Richtungen entnimmt. Bei der Auswahl der…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Frz. ›die Lebensschwungkraft‹: bezeichnet innerhalb der vitalistischen philosophischen Biologie des französischen Philosophen Bergson den schöpferischen Ursprung der Entfaltung und Entwicklung des…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Mitglieder einer Philosophenschule, die sich in der griechischen Kolonie Elea in Süditalien befand. Ihr gehören folgende Philosophen an: Xenophanes aus Kolophon, Parmenides aus Elea, der durch Xenophanes die…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Von lat. emanare , ›ausfließen, ausströmen‹: Bezeichnet in der Gnosis und im Neuplatonismus das Verhältnis von [mehr]
Dr. Thomas Blume
So bezeichnet man systemische Eigenschaften, die nicht aus den Komponenten eines Systems abgeleitet oder vorhergesagt werden können. Systeme sind in erster Linie relationale Tatsachen, Dinge, die auf den Beziehungen…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Umgangssprachlich ist der Begriff der Empfindung sinnverwandt mit den Begriffen des Gefühls und des Affekts. Es ist möglich zu sagen, dass man [mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. empeiria , ›Erfahrung‹: bezeichnet den Gesamtbereich der Erfahrung, besonders die Sinneserfahrung. Der Begriff der Erfahrung ist philosophiehistorisch zunächst negativ besetzt. In der…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Bezeichnung einer von Avenarius und Mach begründeten erkenntnistheoretischen Richtung. Grundprinzip des Empiriokritizismus ist die so genannte Prinzipalkoordination. Darunter ist die Annahme einer Unterschiedslosigkeit von [mehr]
Dr. Thomas Blume
Von griech. empeiria , ›Erfahrung‹, auf die Erfahrung bezogen: Empirisch sind Erkenntnisse dann, wenn sie auf Sinneserfahrung beruhen. [mehr]
Lic. phil. Gerhild Tesak
Eine auf dem Gebiet der Erkenntnistheorie entstandene Richtung der Philosophie, die vor allem in Großbritannien in den Jahren zwischen 1600 und 1800 hervorgebracht und entwickelt wurde. Ihre Vertreter erhoben…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Der Begriff, der dem Begriff des Unendlichen gegenübersteht, hat seinen Ort zunächst in der Mathematik. Endlich ist beispielsweise eine Folge von Zahlen, die ein letztes Glied besitzt, unendlich dagegen eine Zahlenfolge, bei der das nicht der Fall ist, wo es also…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Lat. finis ultimus : derjenige Zweck, der seinerseits nicht wiederum zum Mittel für einen weiteren Zweck dient. Innerhalb finalursächlicher [mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Wirklichkeit‹: Grundbegriff der aristotelischen Philosophie, steht für die Tätigkeit der Verwirklichung. Als solche ist die Energeia auf die Dynamis als [mehr]
Dr. Thomas Blume
Lat. ›das Seiende‹: in der mittelalterlichen Scholastik der Begriff mit dem logisch größten Umfang, da er alles, was ist, rein nach dem Gesichtspunkt des [mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›die Vollendung, das Ziel in sich habend‹: Grundbegriff der Philosophie des Aristoteles, bedeutet zunächst soviel wie Verwirklichung der in einem Seienden ([mehr]
Dr. Thomas Blume
Begriff zur Kennzeichnung eines gesellschaftlichen Zustandes, in dem eine ursprünglich organische Beziehung des Menschen zu sich selbst, der Menschen untereinander, zu ihrer Umwelt, ihrer [mehr]
Dr. Thomas Blume
Von lat. ens , ›seiend‹: Grundbegriff der Ontologie oder Seinslehre. Als Entität gilt nach der klassischen, auf [mehr]
Dr. Herbert Wiesen
Zustandsgröße thermodynamischer Systeme:
S = ∫
dQ
T
oder dS =
…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Umgangssprachlich steht das Wort für die getroffene Wahl zwischen mehreren Alternativen. Sich für eine Möglichkeit zu entscheiden bedeutet soviel wie diese Möglichkeit den anderen vorzuziehen. Im…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Heranführung‹: dient Aristoteles als Begriff zur Bezeichnung einer Denkbewegung, die ihren Ausgangspunkt bei konkreten, einzelnen Dingen und Sachverhalten nimmt und von dort zu allgemeinen…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Erscheinung‹: steht bei Homer als Begriff für das unvermittelte Erscheinen einer Heil bringenden Gottheit. In der hellenistischen Zeit verstand man unter Epiphanie nicht nur das Sichtbarwerden einer Gottheit, sondern auch deren rettendes…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Zurückhaltung seines Urteils, Enthaltung von endgültiger Entscheidung‹: Kunstausdruck der antiken Skepsis, der seine Prägung vor allem durch Pyrrhon von Elis erhalten hat. Überzeugt…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Bezeichnet umgangssprachlich eine durch den fortgesetzten Umgang mit einer bestimmten Tätigkeit erworbene Übung und Fähigkeit der Beherrschung der Tätigkeit, ohne dass dazu theoretisches Wissen um die…[mehr]
Dr. Wulff D. Rehfus
→Kant unterscheidet in seiner Kritik der Urteilskraft das Schöne vom Erhabenen. Während das Schöne die Form eines Gegenstandes betrifft, dem…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Bezeichnet alltagssprachlich die Fähigkeit, sich eine Sache, ein Ereignis oder Erlebnis erneut vor das Gedächtnis zu rufen und gehört als solche zum Untersuchungsgegenstand der Denkpsychologie. Eine eigene philosophische Dimension erhält der Terminus in…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›die Kunst des Streitens‹: Fähigkeit, mit logischen Spitzfindigkeiten beliebige philosophische Positionen einzunehmen und zu verteidigen. Als Eristiker werden häufig die Mitglieder der von Euklid von Megara, einem Schüler von [mehr]
Dr. Thomas Blume
Bezeichnet den Vorgang oder die Beziehung, in der etwas, das Erkannte, von einem Subjekt auf bestimmte Weise aufgefasst wird. Umgangssprachlich ist der Erkenntnisbegriff dem Begriff der Einsicht verwandt. Jemand hat dann…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Neben Ontologie und Bedeutungstheorie eines der drei Hauptgebiete der theoretischen Philosophie. Fragt die Ontologie nach dem, was existiert, die Bedeutungstheorie nach der [mehr]
VERWEIS
→Begründungszusammenhang
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Dr. Brigitte Wiesen
Der Ausdruck ›etwas erklären‹ wird umgangssprachlich benutzt, um das Zurückführen von Sachverhalten auf Gründe zu beschreiben mit dem Ziel, Verstehen zu ermöglichen. Es wird bei der…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Kreis deutscher Wissenschaftstheoretiker, die hauptsächlich an den Universitäten Erlangen und Konstanz tätig waren bzw. sind. Zu ihnen gehören Janich, Kambartel, Kamlah, Lorenzen, Mittelstraß und Schwemmer. Als Begründer der Schule gilt…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Der griech. Liebesgott ist in den orphischen Mythen der Weltentstehung dasjenige Weltprinzip, welches Gegensätzliches zu vereinigen vermag. Bei Platon ist der Eros die Verkörperung der [mehr]
Dr. Thomas Blume
Kann im umgangssprachlichen Sinne einmal für ein Trugbild stehen (jemand hatte eine Erscheinung). Dann kann sich Erscheinung auf das Äußere eines Menschen, auf sein Erscheinungsbild beziehen. Erscheinung kann aber auch für eine besondere Art von…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Lehre von den letzten Dingen‹: bezeichnet die Lehre der Heiligen Schrift über die letzten Dinge. Man kann zwischen einer individuellen, einer nationalen und einer universalen Eschatologie unterscheiden. Befasst sich die individuelle Eschatologie…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Von griech. esoterikos , ›nach innen gekehrt‹: Umgangssprachlich bezeichnet der Begriff des Esoterischen sowohl das Geheimnisvolle und Okkulte als auch dasjenige, was dem Laien auf einem Gebiet unverständlich ist und nur von demjenigen verstanden…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Lat. ›Sein ist Wahrgenommenwerden ‹: Grundprinzip empiristischer Erkenntnistheorien mit Bezug auf die Inhalte des Wahrnehmungsbewusstseins, also die so genannten Eindrücke (engl.…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Lat. ›Wesen‹: Bezeichnet bei Thomas von Aquin das Was-Sein einer Sache im Gegensatz zu ihrem Das-Sein, der Existenz. Zurückgehend auf den…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Auch Essentialismus; Bezeichnung all derjenigen philosophischen Konzeptionen, die sich bei ihren Untersuchungen von der Annahme eines den Dingen innewohnenden Wesens leiten lassen. Der Essenzialismus war die vorherrschende…[mehr]
Dr. Hartmut Pätzold
Es hat den Anschein, als ob die philosophische Ethik, die sich als Reflexion über Bedingungen, Prinzipien und Ziele menschlich-gesellschaftlichen Handelns versteht, angesichts des für die Spätmoderne…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Der Begriff entstammt der Philosophie des dänischen Philosophen Kierkegaard. Er unterscheidet in seiner Ethik drei…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. ›Temperament, Gemütsart, Sitte, moralische Gesinnung, sittlicher Charakter, aber auch Gewohnheit, Gewöhnung‹: Umgangssprachlich dient das Wort Ethos zur Bezeichnung der Haltung oder Sinnesart eines Einzelnen, einer Gruppe oder Gemeinschaft,…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Griech. eudaimonia , ›Glück, Glückseligkeit‹: Der zentrale Begriff der antiken Ethik bezeichnet das höchste Ziel des Strebens eines Menschen, dasjenige unter den Gütern, das um seiner…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Von lat. evidentia , ›Offenbarkeit, Einsichtigkeit‹: dient in der Philosophie zur Bezeichnung der unmittelbaren Einsicht in die Wahrheit eines Satzes oder die Richtigkeit einer [mehr]
Dr. Brigitte Wiesen
Von lat. evolutio , ›Entwicklung‹: Begriff aus der Biologie. Er beschreibt die kontinuierliche Entwicklung der Lebewesen im Laufe der Erdgeschichte. Die Ergebnisse der modernen Evolutionstheorie werden jedoch auch philosophisch relevant in [mehr]
Dr. Thomas Blume
Der Grundgedanke der von Darwin entwickelten biologischen Evolutionstheorie besteht darin, Evolution aus dem Zusammenspiel zweier Mechanismen zu erklären, nämlich die durch Mutation und geschlechtliche Fortpflanzung auftretenden Variationen und die durch…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Der philosophische Begriff hat gegenüber der umgangssprachlichen Verwendung des Wortes eine andere Bedeutung. Während umgangssprachlich ›ewig‹ gleichbedeutend mit ›sehr lange‹, ›immerwährend‹ und ähnlichen, sich…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Lat. ›Aus nichts wird nichts. ‹: Gegenbegriff zur creatio ex nihilo , der Schöpfung aus dem Nichts, wie sie die christliche Dogmatik lehrt. Die platonisch-aristotelische Tradition…[mehr]
VERWEIS
→Satz vom ausgeschlossenen Dritten
[mehr]
Dr. Thomas Blume
Grundbegriff der Philosophie Heideggers. Mit Existenzial bezeichnet Heidegger wesentliche Bestimmungen des menschlichen Daseins. Sie sind in etwa den von [mehr]
VERWEIS
→Partikuläre Urteile
[mehr]
VERWEIS
→Existenzphilosophie
[mehr]
Dr. Thomas Blume
Die Existenz, das Dasein betreffend: Eine Sache ist dann existenziell, wenn sie für den Fortbestand von etwas unverzichtbar ist, wenn ohne sie das Weiterbestehen eines Sachverhaltes in Frage gestellt wird. Eine spezielle Bedeutung erlangt der Begriff innerhalb der so…[mehr]
Prof. Dr. Kurt Wuchterl
Um 1930 setzt sich in Deutschland die Bezeichnung Existenzphilosophie für eine Reihe von zunächst als Anthropologien gedeuteten philosophischen Entwürfen durch, die sich in den geistigen Wirren der Zeit…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Von griech. exoterikos , ›nach außen gekehrt‹: Steht der Begriff des Esoterischen für dasjenige Wissen, das nur dem Eingeweihten zugänglich bzw. verständlich ist, so nennt der…[mehr]
Dr. Brigitte Wiesen
Planmäßig durchgeführter wissenschaftlicher Versuch, der bewusste Erfahrung herbeiführt. Durch ihn wird ein Vorgang in eindeutiger Weise beschrieben oder gemessen. Experimentieren erfordert aktives Handeln, aktives Eingreifen in die [mehr]
Dr. Thomas Blume
Lat. ›auseinandergefaltet, ausdrücklich‹: Ein Sachverhalt ist dann explizit gesagt, wenn er ausdrücklich aus einer Äußerung oder einem Text hervorgeht. Gegenbegriff ist implizit.
…[mehr]
Dr. Thomas Blume
Von lat. extendere :, ›ausdehnen‹: bezeichnet den Umfang eines Begriffs im Gegensatz zu seinem Inhalt. Als Extension eines Terminus@@@Term ins…[mehr]
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