Stichwortverzeichnis

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D

Dr. Thomas Blume

Dasein

Wird seit der deutschen Aufklärungsphilosophie als Übersetzung für lat. existenzia verwendet. ›Etwas ist da‹ bedeutet soviel wie ›es existiert‹. Als solches steht Dasein im Gegensatz zum Was-Sein oder Sosein, der…[mehr]

Dr. Thomas Blume

De dicto – de re

Ein Begriffspaar, dass sich auf den Anwendungsbereich von Modaloperatoren, also auf Begriffe wie ›notwendig‹, ›möglich‹ oder ›unmöglich‹ bezieht. Erstreckt sich ein…[mehr]

VERWEIS

De re

→De dicto – de re [mehr]

Dr. Thomas Blume

Deduktion

Von lat. deducere , ›herbeiführen‹: bezeichnet die Ableitung einer neuen Aussage (Konklusion) aus anderen Aussagen ([mehr]

Dr. Thomas Blume

Definition

Lat. ›Begrenzung‹: die Bestimmung eines Begriffs bzw. die Festsetzung der Bedeutung eines sprachlichen Ausdrucks. Dabei wird der Ausdruck, welcher zur…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Deiktisch

Von griech. deiknymi , ›zeigen‹: So nennt man Ausdrücke wie ›ich‹, ›jetzt‹, ›hier‹, ›dies‹; Ausdrücke, die dazu dienen, ein Einzelding durch eine Zeigegeste zu identifizieren bzw. zu…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Deismus

Von lat. deus , ›Gott‹: eine in der Philosophie der Aufklärung (A Neuzeit – Aufklärung) verbreitete Gotteslehre, nach der [mehr]

Dr. Thomas Blume

Dekadenz

Frz. ›Verfall‹: bezeichnet den Niedergang, insbesondere kulturelle Ermüdungs- und Auflösungserscheinungen, aber zugleich auch die Überfeinerung der Kultur, wie sie von Philosophen wie [mehr]

Dr. Thomas Blume

Dekalog

Von griech. dekalogos , ›zehn Worte‹: Gemeint sind damit die nach der Überlieferung von Jahwe oder auf Geheiß Jahwes von Moses auf steinerne Tafeln geschriebenen Gebote. Sie bilden die Basis des alttestamentlichen Bundesgesetzes des Volkes…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dekonstruktion

Die Bezeichnung für eine spezifische Methode im Umgang mit literarischen und philosophischen Texten. Der Dekonstruktivist geht davon aus, dass zwischen dem, was ein Autor wissentlich mit einem Text auszusagen…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Demiurg

Griech. ›Handwerker‹: die auf Platon zurückgehende Bezeichnung des Weltbaumeisters, der aus der von ihm vorgefundenen Materie in Hinblick auf die…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Demonstration

Lat. ›Darlegung‹: Bezeichnung für eine Begründung. Als demonstratio propter quid ist sie darauf gerichtet zu zeigen, warum etwas so ist, wie es ist. Als demonstratio quia richtet sie sich darauf zu zeigen, dass etwas so ist,…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Denken

Ein umgangssprachlich weit gefächerter Begriff. Die Palette seiner Bedeutung reicht von ›denken an‹ im Sinne von ›sich erinnern‹, über ›nachdenken‹ im Sinne von…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Deontische Logik

Logik des Normativen; sie stellt eine Anwendung der formalen Logik auf den Bereich des Sollens und der Normen dar. In Anlehnung an die Modallogik und deren Operatoren, wie…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Deontologie

Von griech. deon , ›Pflicht‹, und logos ›Wort‹; ist die Bezeichnung der Ethik als Pflichtenlehre. Die Bezeichnung wurde durch den britischen Philosophen Bentham eingeführt. Die…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dependenz

Von lat. dependere , ›abhängen‹: der philosophische Terminus für Abhängigkeit. [mehr]

Detlef Thiel

Derrida, Jacques

(1930–2004): Geboren in El Biar, Algerien; 1949–1956 Philosophiestudium in Paris (Lycée Louis-le-Grand, École normale supérieure, seit 1968 zahlreiche regelmäßige Seminare an mehreren europäischen und amerikanischen…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Descartes, René

(1596–1650): Lat. Renatus Cartesius, frz. Philosoph und Mathematiker, geboren am 31. 3. in La Haye (Touraine), gestorben am 11. 2. in Stockholm. Descartes wird im Allgemeinen als Vater der modernen Philosophie angesehen. Sein Denken wird von dem Bestreben getragen,…[mehr]

Sonja Vogt

Deskriptive Sätze

Auch Aussagesätze oder Ist-Sätze; sie werden benutzt, um Behauptungen aufzustellen oder Annahmen zu machen. Hinsichtlich deskriptiver Sätze kann in sinnvoller Weise gefragt werden, ob sie wahr oder falsch sind. In der klassischen [mehr]

Dr. Brigitte Wiesen

Determination

Man muss verschiedene Wortbedeutungen unterscheiden: Determiniert im naturwissenschaftlichen Sinne nennt man Abläufe / Objekte / Begriffe, wenn sie sich aus den jeweiligen Voraussetzungen zwangsläufig ergeben. Sie werden durch innere oder äußere…[mehr]

Dr. Brigitte Wiesen

Determinismus

Bezieht sich auf die Lehre von der durchgängigen kausalen Bestimmtheit (Kausalität) aller Wirklichkeit (im Gegensatz zum Indeterminismus). Der…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Deus absconditus

Lat. ›der verborgene Gott‹: Kernbegriff bei Luther; steht für das Unoffenbarsein Gottes. Gegenbegriff ist der deus revelatus , der geoffenbarte Gott. [mehr]

Dr. Thomas Blume

Deus sive natura

Lat. ›Gott oder Natur‹: Schlagwort für die Gleichsetzung von Gott und Natur durch Spinoza. Für Spinoza ist Gott dasselbe wie die allen Dingen zugrunde…[mehr]

VERWEIS

Deutscher Idealismus

→Deutscher Idealismus [mehr]

Dr. Guido Kreis

Deutscher Idealismus

Die Jahreszahlen 1781 und 1831 begrenzen äußerlich jenen Zeitraum, den man deutschen Idealismus nennt. 1781 ist Kants Kritik der reinen Vernunft in erster…[mehr]

Dr. Axel Spree

Dewey, John

(1859–1952): Amerikanischer Philosoph, geboren am 20. 10. in Burlington/Vermont, gestorben am 1. 6. in New York City, gilt neben Peirce und James als dritter Hauptvertreter…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dezisionismus

Von lat. decisio , ›Entscheidung‹: bezeichnet ein Entscheidungsverfahren, bei welchem für eine jeweils getroffene Entscheidung keine lückenlose und vollständige Begründung gegeben werden kann. Der Zwang zur Dezision tritt immer dann…[mehr]

Dr. Hartmut Pätzold

Dialektik

Methode kritischen Philosophierens, die im Verlauf der Philosophiegeschichte unterschiedliche Ausprägungen erfahren hat, deren Bewertung, je nach Standort, recht gegensätzlich ist. Während sie von den eher analytisch orientierten Philosophen als Form der…[mehr]

VERWEIS

Dialektische Methode

→Dialektik [mehr]

Dr. Thomas Blume

Dialektischer Materialismus

Bezeichnung der in den Ländern des ehemaligen Ostblocks zur Staatsideologie erhobenen Weltanschauung. Der dialektische Materialismus, welcher die Philosophie des Marxismus-Leninismus bildete und in seinen…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dialog

Griech. ›Gespräch‹; eine der ältesten Formen der Darstellung eines philosophischen Problems. Dabei wird ein philosophischer Gedanke in Rede und Gegenrede von zwei oder mehr Gesprächspartnern entwickelt. Die dialogische Darstellungsform verfolgt…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dianoetische Tugenden

Von griech. dianoetikos , ›rational‹: Während die platonische Tugendlehre auf einer Dreiteilung der Seele in ein Lernvermögen, ein Eifervermögen und ein Begehrungsvermögen beruht,…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dianoia

Griech. ›Verstand‹: bezeichnet den rationalen Seelenteil im Gegensatz zu den irrationalen Triebkomponenten. Für Platon steht die Dianoia zwischen Meinung (doxa…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Diätetik

Von griech. diaita , ›Lebensweise‹: bezeichnet die Lehre von der rechten Lebensweise. Gegenstand der Diätetik kann sowohl das Körperliche wie auch das Geistige sein. Im körperlichen Sinne bezieht sich die Diätetik besonders auf die…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dichotomie

Griech. ›Zweiteilung‹: Methode zur Klassifikation von Mengen von Gegenständen, bei der eine Gesamtmenge in zwei einander ausschließende Teilmengen eingeteilt wird. Das bedeutet, wer Glied der einen…[mehr]

VERWEIS

Differentia specifica

→Definition [mehr]

Dr. Thomas Blume

Differenz

Von lat. differentia , ›Unterschied‹: Aristoteles und die mittelalterliche Philosophie unterscheiden drei Arten von Differenz, um mit ihrer Hilfe Gegenstände in verschiedene [mehr]

Dr. Thomas Blume

Dihairesis

Griech. ›Zerlegung‹: die von Platon entwickelte Methode der Begriffsbestimmung, bei welcher der zu bestimmende [mehr]

Dr. Thomas Blume

Dilemma

Griech. ›Doppelsatz‹: Alltagssprachlich steht Dilemma für eine missliche Lage oder Zwangslage, in der sich jemand befindet, wenn er zwischen zwei Möglichkeiten zu wählen hat und beide zu einem unerwünschten Resultat führen. Von einem…[mehr]

Prof. Dr. Claudius Strube

Dilthey, Wilhelm

(1833–1911): Dass man zwei Arten von Wissenschaften – die Natur- und die Geisteswissenschaften – unterscheiden kann, gilt heute allgemein als selbstverständlich. Auch der methodische Dualismus von Erklären und [mehr]

Dr. Thomas Blume

Ding an sich

Kants erkenntnistheoretischer Begriff für die von menschlicher Erkenntnis unabhängige Wirklichkeit. Kant…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dionysisch

Von Dionysos, dem griech. Gott des Weines: neben dem Apollinischen die Personifizierung eines der beiden die Geschicke der Welt lenkenden Prinzipien bei [mehr]

Dr. Thomas Blume

Disjunkt

Von lat. disiungere , ›trennen‹: Zwei Mengen von Gegenständen heißen disjunkt oder unvereinbar, wenn es keinen Gegenstand gibt, der sowohl ein Element der einen wie der andern Menge ist. Die Menge der Nichtraucher und die Menge der Raucher…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Disjunkte Urteile

Urteile, bei denen zwei Aussagen durch den zweistelligen Junktor der Disjunktion miteinander verbunden sind. Umgangssprachlich kann man die Disjunktion durch das Wort ›oder‹ übersetzen, muss dabei allerdings beachten, dass in der [mehr]

Dr. Thomas Blume

Diskursiv

Von lat. discurrere , ›durchlaufen‹: Eine Erkenntnis ist dann diskursiv, wenn sie in mehreren Schritten erfolgt. Im Gegensatz zur intuitiven Erkenntnis, wo ein einzelner Sachverhalt als Ganzer auf…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dissoziation

Lat. ›Auflösung‹: die Auflösung oder Trennung einer vorhandenen Verbindung. In der Psychologie steht Dissoziation für das Auseinanderfallen einer bestehenden Verbindung zwischen einzelnen [mehr]

Dr. Thomas Blume

Distinkt

Lat. ›unterschieden‹: Begriff zur Bezeichnung dafür, dass etwas von etwas anderem verschieden bzw. unterschieden ist. Innerhalb der rationalistischen Philosophie Descartes’ dient der Begriff…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Disziplinen

Von lat. disciplina , ›Unterricht, Lehre, Wissenschaft‹: So nennt man die verschiedenen Zweige der Wissenschaft im Allgemeinen oder einer Einzelwissenschaft. Auf das Gesamtgebiet der Wissenschaften…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Docta ignorantia

Lat. ›die belehrte Unwissenheit‹: innerhalb des vom Platonismus beeinflussten Teiles der Scholastik die Bezeichnung einer Gotteserkenntnis, die ihren…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dogma

Griech. ›Meinung, Lehre‹: Bezeichnung für einen Lehr- oder Grundsatz. Zum Dogma wird ein Lehrsatz dann, wenn er sich der Anfechtbarkeit durch rationale Argumente entzieht. Dies kann aufgrund einer…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dogmatismus

Von griech. dogma , ›Meinung, Lehre‹: Bezeichnet zum einen das Festhalten an unbegründeten Behauptungen, für die vernünftige und weithin geteilte Gegenargumente existieren. Kant begreift unter…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Doxa

Griech. ›Meinung, Schein‹: bezeichnet eine meist auf sinnlicher Wahrnehmung beruhende subjektive Meinung. Als solche steht sie dem wahren, auf das Sein…[mehr]

Dr. Thomas Blume

Drei-Welten-Theorie

Nach Auffassung des Philosophen Popper lässt sich alles Existierende unter drei Rubriken versammeln: der Welt der physikalischen Gegenstände und Zustände (Welt 1),…[mehr]

Dr. Wulff D. Rehfus

Dualismus

Alle Kulturen haben den Versuch gemacht, die Gesamtheit des Seienden (Sein) zu erklären und Handlungsnormen aufzustellen. Hochkulturen zeichnen sich u. a. dadurch aus, dass sie für die Bereiche des Seins,…[mehr]

Dr. Andreas Preußner

Dualismus Leib – Seele

Bezeichnet das Problem der Beziehung zwischen Seele und Körper, wenn angenommen wird, dass es belebte und unbelebte Substanzen gibt. Die philosophische Trennung von…[mehr]

Dr. Herbert Wiesen

Dualismus Welle – Korpuskel

Mit diesem Begriff bezeichnet man das Phänomen, das man zuerst bei Licht (später auch bei Materiestrahlen) beobachtete, dass man aus bestimmten Experimenten sowohl auf die Welleneigenschaften als auch auf die Teilcheneigenschaften schließen muss. …[mehr]

Dr. Thomas Blume

Dynamis

Griech. ›Vermögen, Kraft, Möglichkeit‹: Grundbegriff der aristotelischen Philosophie; bezeichnet zum einen die Möglichkeit, etwas zu tun, zum anderen die Möglichkeit, etwas zu werden. Beide [mehr]

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt