Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

Das utb-Online-Wörterbuch Philosophie bündelt das gesamte Grundlagenwissen zu Epochen, Personen, Strömungen und Begriffen der Philosophie. Das Philosophielexikon enthält über 1000 Artikel, die  von ausgewiesenen Fachleuten verfasst wurden. Sie sind urheberrechtlich geschützt.

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Jens Blinne / Prof. Dr. Günter Seubold

Tod

Als Endpunkt des Sterbens das Aufhören des Lebens. Sofern nicht durch Einwirkung äußerer Gewalt verursacht, bildet der Tod das biologisch-naturhafte Ende eines Alterungsvorgangs, dem jeder vielzellige Organismus im Rahmen seines genetischen Programms unterworfen ist. Im Falle des menschlichen Lebens, das sich durch ein Bewusstsein seiner Endlichkeit auszeichnet, werden religiöse und philosophische Überlegungen hinsichtlich des Sinns dieses Endes bedeutend. Abhängig vom zugrunde liegenden Begriff des Lebens und des Menschen ergeben sich unterschiedliche Vorstellungen von der Bedeutung des Todes. Geht man von der monistischen Konzeption einer strengen Einheit von Leib und Seele bzw. Geist aus, stellt der Tod das absolute Ende des Individuums dar. Legt man dagegen einen Dualismus zugrunde, kann die im Tod sich erfüllende Endlichkeit als beschränkt auf den Leib gedacht werden (Seelenwanderung, Wiedergeburt).

In der Geschichte der Philosophie wurde der Tod unterschiedlich gedeutet. Für Platon ist der Tod die Befreiung der unsterblichen, prä- wie postexistenten Seele aus dem ›Grab‹ des Körpers. Während der bereits in der Antike sich manifestierende Materialismus (etwa Demokrits) mit dem Körper auch die Seele zerfallen lässt, ist für die christlichen Denker des Mittelalters (A) die Seele eine unzerstörbare Substanz. Für Kant ist die Unsterblichkeit der Seele ein Postulat der reinen praktischen Vernunft, da allein durch sie das Zusammenfallen der Glückseligkeit mit der Glückswürdigkeit des moralisch Handelnden gewährleistet sei. Nach Heideggers Analyse des menschlichen Seins stirbt der Mensch, solange er lebt. Erst dieses Sterben – das »vorlaufende Freiwerden für den eigenen Tod« – ermöglicht dem Menschen eine individuelle Lebensführung, das Ergreifen seiner eigensten Möglichkeiten.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt