Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Lothar Aßmann

Subsidiaritätsprinzip

Von lat. subsidiarius , das man mit ›unterstützend, Hilfe leistend‹, aber auch mit ›behelfsmäßig« übersetzen kann. Das Subsidiaritätsprinzip ist ein wichtiger Grundsatz der katholischen Soziallehre. Danach sollen in einer komplex strukturierten Gesellschaft deren Elemente – der einzelne Bürger oder die Familie – die anstehenden Aufgaben und Probleme eigenverantwortlich lösen. Nur dann, wenn sie dazu nicht in der Lage sind, hat die Gesellschaft unterstützend einzugreifen. Dem entspricht eine gesellschaftliche Wertordnung, in der das Engagement der Bürger, ihre freiwilligen Zusammenschlüsse beispielsweise zu Interessensgruppen, Berufsverbänden oder Religionsgemeinschaften einen hohen Stellenwert haben. Entstanden ist das Subsidiaritätsprinzip aus der Kritik an den totalitären Gesellschaftsmodellen des 20. Jhs. Während diese eine strenge Hierarchisierung praktizierten – nach dem nationalsozialistischen Führerprinzip hatte die obere Instanz zu befehlen, die untere musste deren Anweisungen ausführen –, so betont jenes die bloß dienende Rolle der oberen zur Funktionstüchtigkeit der unteren Ebenen. Demzufolge sind nach dem Subsidiaritätsprinzip beispielsweise kommunale Selbstverwaltung und föderaler Bundesstaat einem zentralistisch ausgerichteten Staatswesen vorzuziehen. Auch im Bereich des Rechts gilt dieses Prinzip: Grundsätzlich sind alle Probleme von den untersten und kleinsten ›Einheiten‹ der Gesellschaft zu bewältigen. Ein Handlungsbedarf des Staats ergibt sich erst dann, wenn gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten von einzelnen Personen oder Personengruppen nicht ausgeführt werden können.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt