Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Wulff D. Rehfus

Rhetorik

Griech. rhetorikos , ›die Redekunst‹. In Athen zu Zeiten des Perikles wurde die Rhetorik zu einem Gegenstand der Lehre, die von den Sophisten (insbesondere Gorgias, Thrasymachos, Protagoras, Prodikos und Hippias) betrieben wurde. Dies lässt sich verstehen vor dem Hintergrund der athenischen Demokratie, in der es, um sich politisch durchzusetzen, darauf ankam, seine Position anderen überzeugend darzustellen. Insofern spielten die Sophisten für die Entwicklung der Demokratie eine bedeutende Rolle. Das Problem der Rhetorik jedoch war, dass durch rednerische Geschicklichkeit auch die verwerfliche Sache obsiegen konnte. Daran übte insbesondere Sokrates Kritik. Dadurch seien die Sophisten diskreditiert, und besonders verabscheuungswürdig sei die Tatsache, dass die Sophisten für die Verbreitung rednerischer Kniffe auch noch Geld nähmen. Nicht auf Überredung komme es an, sondern auf die Erkenntnis der Wahrheit, des Wesens der Dinge. Dazu aber sei die Rhetorik ungeeignet, dies könne nur der Dialektik, der Argumentation gelingen. Zur Zeit, als Isokrates in Athen die erste Rhetorikschule aufmachte, gründete Platon seine Akademie, in der er die Position des Sokrates weiter ausbaute. Platons Schüler, Aristoteles, verband dann in seiner Schrift Ars rhetorica Rhetorik mit der Philosophie. In Rom wurde die Rhetorik zunächst durch die Gerichtsrede verbreitet, daneben aber gab es auch die Staatsreden und die Prunkreden. Die Rhetoriker entwickelten in Rom unterschiedliche Stile, so den nüchternen attischen Stil, den etwas schwülstigen asianischen und den rhodischen, der die Mitte zwischen beiden hielt. Eine ähnlich große Bedeutung wie in der Antike hat die Rhetorik bis heute nicht mehr erfahren.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt