Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Holm Bräuer

Psychologismus

Bezeichnung für eine Position, die die Psychologie als die Grundlagenwissenschaft für alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen auffasst. Besondere Bedeutung erlangte der Psychologismus in der Erkenntnistheorie und in der Logik.

Die im klassischen Empirismus von Locke und Hume zunächst kritisch bezogene Position gegen die Annahme angeborener Ideen (ideae innatae ) und Prinzipien des Denkens führt schließlich zu einer genetisch-psychologischen Auffassung der Erkenntnisgewinnung. Demnach hat Erkenntnis ihren Ursprung in der Erfahrung, in welcher zuerst die einfachen Ideen, später die komplexeren erzeugt werden. Die Gesetze des Denkens werden nicht als innere Notwendigkeiten, sondern im Sinne empirischer Naturgesetze interpretiert, die nach den Regeln der Assoziation bestimmte Verbindungen zwischen verschiedenen Ideen herstellen.

Durch den Einfluss von Mill kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Psychologie und Logik. Die Logik und die Mathematik lassen sich nach Mill mit den Mitteln der empirischen Psychologie behandeln, da die Grundgesetze beider Disziplinen nur den Status allgemeingültiger Erfahrungssätze haben. Diese psychologistische Auffassung der Logik und Mathematik wurde insbesondere von Frege und Husserl kritisiert. Frege warf dem Psychologismus in seiner antipsychologistischen Kritik vor, bei der Zurückführung der logischen Gesetze auf Bewusstseinserlebnisse oder Denkprozesse eine Verwechslung begangen zu haben, denn die Grundlage der Logik, die Zu- oder Abschreibung von Wahrheit, richtet sich nach ganz anderen Kriterien als nach dem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein bestimmter subjektiver psychischer Zustände.

Die moderne Version des Psychologismus, die evolutionäre Erkenntnistheorie, stützt sich zusätzlich auf die in der biologischen Evolutionstheorie beheimateten Annahmen zur Entstehung der Arten.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt