Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Holm Bräuer

Potenz

Lat. potentia , ›das Können‹: Aristoteles unterscheidet in seiner Theorie der Seele drei Potenzen bzw. Fähigkeiten: die vegetative Potenz (sie zeichnet sich durch Nahrungsaufnahme und Zeugung aus), die animalische Potenz (sie ist für die Wahrnehmung, die Ortsbewegung und das Streben verantwortlich) und die menschliche Potenz (sie ist bestimmt durch die Vorstellung und das Denken). Im allgemeinen Sinne jedoch versteht Aristoteles unter Potenz nicht nur ein Seelenvermögen, sondern auch eine Möglichkeit (dynamis ), die sich in dem Angelegtsein auf ein Ziel ausdrückt. Erst durch die Aktualisierung (energeia ) verwirklicht sich das in der Potenz Angelegte. In der scholastischen Philosophie wird diese Lehre auf die Theologie übertragen. Thomas von Aquin bestimmt Gott als die reine Wirklichkeit (actus purus ), die im Unterschied zu anderen Instanzen keiner Potenz, keiner Möglichkeit bedarf. In Schellings Identitätsphilosophie werden Subjektivität und Objektivität als Potenzen der absoluten Identität gedacht. Erst durch ein Übergewicht einer der beiden Seiten kommt es zu einer Potenzierung des realen Faktors in die Natur (Materie, Licht, Organismus) und des idealen Faktors in den Geist (Wissenschaft, Religion, Kunst). Der späte Schelling bezeichnet mit Potenzen die drei Mächte des Nicht-Göttlichen: Sich-Verbergen, Sich-Offenbaren und die Einheit beider.

Als ›Möglichkeit‹ bezeichnet Potenz eine der drei Modalitäten, zu denen außerdem noch Wirklichkeit und Notwendigkeit gehören.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt