Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Holm Bräuer

Popularphilosophie

Bezeichnung für eine Art des Philosophierens, die sich um eine zugängliche Darstellungsweise und um die öffentliche Wirksamkeit philosophischer Argumentation bemüht. Dabei werden zwanglose literarische Formen wie Dialog oder Brief bevorzugt.

Im engeren Sinne wird Popularphilosophie zur Kennzeichnung für eine philosophische Richtung in der deutschen Aufklärung (A Neuzeit – Aufklärung) gebraucht, die sich in der zweiten Hälfte des 18. Jhs. im Anschluss an die wolffsche Schulmetaphysik ausgeprägt hatte. Ihr Zentrum hatte sie in Göttingen mit den Philosophen Feder, Garve, Meiners und Hissmann; in der außeruniversitären Popularphilosophie war Moses Mendelssohn sehr einflussreich. Die Vertreter der Popularphilosophie wenden sich gegen die dogmatische Schulphilosophie und zielen auf die Verbreitung der akademischen philosophischen Gedanken in der Öffentlichkeit, auf die allgemeinverständliche Darstellung philosophischer Vorstellungen und auf die Praxisorientierung der Philosophie in eigenständigen (wenn auch in weiten Teilen eklektizistischen) moralischen Traktaten. Ihre Gegner, insbesondere die Vertreter des deutschen Idealismus (A) Reinhold, Fichte und Hegel, werfen ihr Eklektizismus – die unschöpferische Übernahme einer mehr oder weniger beliebigen Auswahl fremder Gedanken – und philosophische Verflachung vor. Kants Urteil über die Popularphilosophie ist differenzierter. Einerseits hält er die Forderung nach einer allgemein fasslichen Darstellung der Philosophie und das Erfordernis eines populären Vortrags, der sich um lebendige Bilder und konkrete Beispiele bemüht, für durchaus gerechtfertigt, andererseits sieht er in der vorschnellen Popularisierung die Gefahr der unkritischen Übernahme einer »Volksbegrifflichkeit«, die sich nicht mit den Kriterien der Vernunft in Übereinstimmung bringen lasse. Kant diskutiert das Verhältnis von Fach- und Popularphilosophie im Rahmen seiner Unterscheidung zwischen dem Schulbegriff und Weltbegriff der Philosophie.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt