Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Holm Bräuer

Neuscholastik

Auch Neoscholastik; Bezeichnung für eine Richtung der katholischen Philosophie und Theologie, die sich im Rückgriff auf die mittelalterliche Scholastik in der Mitte des 19. Jhs. bildete. Ursprünglich handelte es sich dabei um eine katholische Erneuerungsbewegung, die unter anderem auch durch päpstliche Erlasse ihre Unterstützung erfahren hat. Ihre Schwerpunkte liegen in der Auseinandersetzung mit Thomas von Aquin, Suárez und Duns Scotus.

Es lassen sich drei Phasen der Neuscholastik unterscheiden. Die frühe Phase, die entscheidend von Frohschammer und Schmid geprägt wurde, ist durch eine starken Ablehnung aller modernen philosophischen und politischen Strömungen ausgezeichnet. Ihrer Meinung nach könne die katholische Theologie nur im Rückgriff auf die mittelalterliche Tradition und deren Wiederbelebung erhalten werden, da die gesamte neuzeitliche Geistesgeschichte ein vom Protestantismus verursachter Irrweg sei. Die mittlere Phase zeichnet sich dagegen durch ein Bemühen um die ernsthafte Erforschung der mittelalterlichen Philosophie, vor allem der des Thomas von Aquin aus. Die fruchtbaren Ergebnisse dieser Phase spiegeln sich insbesondere in einigen Korrekturen am Bild von Thomas von Aquin und im Nachweis dessen wider, dass das scholastische Denken keine einheitliche Lehre darstellt. Dieses Resultat brachte u. a. auch eine weitgehende Aufspaltung der neuscholastisch orientierten Positionen mit sich, was schließlich – unter Berücksichtigung unüberbrückbarer Probleme, denen die Neuscholastik in der Auseinandersetzung mit der modernen Philosophie ausgesetzt war, sowie dem wachsenden Fortschritt der modernen Wissenschaften – zu einer Zersplitterung und einem Ende des neuscholastischen Aufbruchs führte.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt