Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

Das utb-Online-Wörterbuch Philosophie bündelt das gesamte Grundlagenwissen zu Epochen, Personen, Strömungen und Begriffen der Philosophie. Das Philosophielexikon enthält über 1000 Artikel, die  von ausgewiesenen Fachleuten verfasst wurden. Sie sind urheberrechtlich geschützt.

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Dr. Andreas Preußner

Mythos

Ursprünglich eine Erzählung über das geschichtlich nicht dokumentierbare Handeln der Götter und Heroen. Die frühe Philosophie verwirft den Mythos als unverbürgt, d. h. als eine nicht rechenschaftsfähige Erzählung. Allenfalls allegorische Interpretationen der Mythen werden zugelassen, die den wahren Hintergedanken offen legen. Eine philosophische Klärung über den Status des Mythos findet sich bei Platon. Er geht davon aus, dass es wirklich wahre Aussagen nur über das unveränderliche Sein geben kann; die davon abgeleitete natürliche Wirklichkeit kann nur in wahrscheinlicher Rede dargestellt werden: im Mythos. So entsteht eine Form philosophischer Veranschaulichung von eigentlich nicht Anschaulichem. Durch seinen berichtenden Charakter ist der Mythos in der Lage, Zusammenhänge auseinander zu legen, die anders nicht auszudrücken wären. Die wahrscheinliche Rede, die das Wahre eben nur durchscheinen lässt, ist frei von den Fesseln, die das unveränderliche Sein dem Logos auferlegt. Der Mythos nimmt insofern eine Grenzposition ein, als er immer dann benutzt wird, wenn der Logos an seine Grenzen stößt. Die Moderne lässt auch diese Funktion nicht mehr zu. Durch die radikale Forderung nach vernünftiger Darlegung setzt sich die Tendenz zur Entmythologisierung fort. Der Mythos wird aus der Philosophie ins Ästhetische abgedrängt und verliert an Gewicht, was seine Bedeutung für die Sache selbst betrifft. Wenn ein Mythos noch Gegenstand der Betrachtung wird, dann nicht mehr als für sich selbst sprechende Quelle einer besonderen Form von Wahrheit, sondern als anschauliche Basis für eine philosophische Theorie.

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Das Buch

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Druck-Ausgabe: 12,95 €
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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt