Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Andreas Preußner

Metaethik

Solche ethischen Theorien, die sich einerseits auf die analytische Philosophie stützen, andererseits aber von der Sprachtheorie des späten Wittgenstein ausgehen. Allgemein versteht sich die Metaethik als nicht-normative Theorie, die darauf verzichtet, nach den Prinzipien moralischen Handelns zu forschen. Dafür sieht sie es als ihre Aufgabe an, durch Analyse der Sprache der Moral etwas über moralische Begriffe und Kategorien zu erfahren. Die Vorgehensweise ist dadurch bestimmt, dass die Bedeutung und Funktion von in moralischer Absicht verwendeten Wörtern, Urteilen und Argumentationen untersucht wird. Ethik wird so zum logischen Studium der Sprache der Moral. Der Abweis aller normativen Setzungen und Wertungen beschränkt die ethischen Methoden auf rein deskriptive Verfahrensweisen. Insofern ist die Metaethik neutral: Der Philosoph soll nicht moralisieren, sondern distanziert und vorurteilsfrei seinem Untersuchungsgegenstand begegnen. Es ist allen metaethischen Theorien gemein, dass eine vom Standpunkt des neutralen Beobachters vorgenommene Beschreibung der Sprache der Moral angenommen wird. Jedoch gibt es, was die Ergebnisse der Untersuchungen anbetrifft, Differenzen. Die kognitivistischen Metaethiker sind der Auffassung, die Sprache der Moral bringe eine rationale Tätigkeit des Menschen zum Ausdruck. Die Nonkognitivisten hingegen stehen auf dem Standpunkt, moralisches Sprechen signalisiere ein irrationales, nur durch die Gefühle gesteuertes Verhalten des Menschen. Die Naturalisten sind der Meinung, normative moralische Begriffe könnten durch deskriptive Begriffe definiert werden, wodurch die durch sie mitgeteilten Gegenstände einer rationalen Prüfung ebenso standhielten wie empirische Tatsachen. Die Emotivisten vertreten den Standpunkt, der irrationale Gefühlsursprung moralischer Verhaltensweisen zeige sich auch in moralischen Aussagen, die keinerlei rationale Struktur besäßen und daher keine Urteile im strengen Sinne seien. Die Logiker oder Deontologen trennen die Frage nach dem Ursprung und der besonderen Qualität moralischer Begriffe von der Frage nach der logischen Struktur moralischer Urteile und Argumentationen ab. Ziel ist es, durch Errichtung einer imperativistischen Logik die rationale Überprüfbarkeit präskriptiver Sätze zu sichern.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt