Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Andreas Preußner

Menschenrechte

Ihre Einforderung ist das Resultat der Aufklärung (A Neuzeit – Aufklärung) wie es sich zuerst in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 und der französischen Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 politisch niedergeschlagen hat. Es handelt sich dabei um die angeborenen, unveräußerlichen Rechte und Grundfreiheiten, die dem einzelnen Menschen nicht aufgrund staatlicher Verleihung, sondern kraft seines Menschseins zustehen und die deshalb auch von der Staatsangehörigkeit unabhängig sind. Der Gedanke der Menschenrechte entspringt der Konzeption des Naturrechts. Ihre wichtigsten Forderungen sind (politische) Freiheit, Eigentum, Sicherheit und Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung. Somit stehen sie für physische und psychische Unversehrtheit, persönlichen Besitz, freies Streben nach Glück und politische Einflussnahme. Wenn es allein im Wesen des Menschen liegt, solche Rechte zu besitzen, gibt es keine Möglichkeit, Privilegien, Standes- oder gar Rassenunterschiede zu rechtfertigen. Für den Staat bedeutet dies, seinen Bürgern eine Neutralität zuteil werden zu lassen, die keinerlei Bevorzugung oder Benachteiligung zulässt. Auch Sitten und Gebräuche müssen hinter den Forderungen der Menschenrechte zurücktreten. Was auch immer die Geschichte an Traditionen mit sich gebracht hat: Sie müssen dann weichen, wenn die Menschenrechte auch nur eines Einzelnen verletzt werden. Die Verbindlichkeit bzw. die Durchsetzbarkeit der Menschenrechte ist sowohl im philosophischen Disput als auch in der politischen Praxis schwierig. Die Philosophie kennt die Gegenposition der ›historischen Rechtsschule‹, die nur das positive, d. h. in Gesetzen kodifizierte Recht anerkennt; die politische Verwirklichung sieht sich mit Staaten oder zumindest ihren Lenkern konfrontiert, die den Gedanken der Menschenrechte rundweg verwerfen. Das Kernproblem ist, dass die Menschenrechte ihren Ursprung im europäisch-nordamerikanischen Denken haben, zugleich aber weltweite Geltung beanspruchen; demgegenüber fordern Staaten, die nicht aus diesem Kulturkreis stammen, ihre besonderen Rechtsvorstellungen durchzusetzen und die Menschenrechte als Besonderheit der europäisch-nordamerikanischen Philosophie bzw. Politik zu betrachten, die auf sie keine Anwendung findet.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt