Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Brigitte Wiesen

Mechanismus

Unter Mechanismus versteht man die Anschauung, dass alles Naturgeschehen kausal-mechanisch, d. h. nach dem Verhältnis von Ursache und Wirkung erfolgt. Die älteste Form des Mechanismus ist der antike Atomismus (Leukipp und Demokrit). Er behauptet, dass sich durch die Bewegung der Atome im leeren Raum alle Dinge und das ganze Weltall gebildet haben. Zu Beginn der Neuzeit (A) wurde die mechanistische Naturauffassung (durch Galilei, Descartes, Hobbes) erneuert. Bei Newton wurde der Mechanismus zum universalen System erhoben. Er findet seine extreme Formulierung in der Vision des laplaceschen Dämons.

Der Mechanismus postuliert, dass das gesamte Naturgeschehen auf die Gesetze der Mechanik zurückführbar sei. Er nimmt an, dass die Beschreibung des vergangenen wie des zukünftigen Weltgeschehens unter der alleinigen Voraussetzung der Kenntnis der Orte und Geschwindigkeiten aller Massenpunkte zu einen beliebigen Zeitpunkt möglich sei (mechanistisches Weltbild). Die Erfolge vor allem bei der Berechnung von Planetenbahnen gaben dem Mechanismus Recht. Der Mechanismus in seinen Extremformen bezog nicht nur physikalische Inhalte, sondern alle Phänomene des Lebens mit ein. Erst die Ergebnisse der Forschungen auf dem Gebiete der Quantenmechanik und Relativitätstheorie zu Beginn des 20. Jhs. haben gezeigt, dass eine lückenlose mechanische Determination physikalischer Vorgänge nicht besteht. Diese neuen Theorien schränkten das Kausalitätsprinzip (Kausalität) wesentlich ein.

J. Teichmann, Wandel des Weltbildes , Reinbek 1989

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt