Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Andreas Preußner

Liberalismus

Von lat. liberalis , ›die Freiheit betreffend‹: Der Liberalismus ist eine Gesinnung, die sich in vielen Lebensbereichen ausdrücken kann. Zuerst tritt er immer als Kritik an unfreiheitlichen Lehren oder Institutionen auf, sei es im Politischen, Religiösen, Ökonomischen oder Philosophischen. Seine Stoßrichtung ist stets von der Sorge um die freie Entfaltung des Einzelnen getragen. In politischer Hinsicht kämpft der Liberalismus um die Befreiung des Menschen von Traditionen, Gewohnheiten, verkrusteten Machtstrukturen und für die Rechte der Bürger, die als Gleiche unter Gleichen leben sollen. In religiösen Angelegenheiten setzt sich der Liberalismus für eine von aller Bevormundung freie Ausübung der Konfessionen ab, wobei die Toleranz ihre Grenze an den Bestrebungen derjenigen Gruppen findet, die ihren Glauben absolut setzen wollen. Der ökonomische Liberalismus tritt für freien Wettbewerb, Zurückhaltung des Staates beim unbehinderten Warenverkehr und ungehindertes Gewinnstreben ein; in der Verabsolutierung des Ökonomischen wird der Liberalismus zum schrankenlosen Manchester-Kapitalismus, der keine Rücksicht mehr auf die wirtschaftlich Schwachen nimmt. In der Philosophie endlich steht der Liberalismus ein für Kosmopolitismus, Toleranz gegenüber Minderheiten in jeglicher Hinsicht (Geschlecht, Rasse, Konfession etc.) und Humanität überhaupt. Gegründet ist dies in der Überzeugung, dass das Individuum mit seinen Interessen über jeglichen Werten der Gemeinschaft (Kommunitarismus) steht. Der philosophisch begründete Liberalismus hat nichts mit den Ausschweifungen einer Libertinage zu tun, sondern wurzelt in der festen Überzeugung, dass der Mensch auch ohne die Vorschriften einer durch Gewohnheiten bestimmten Gesellschaft das Gute zu tun weiß. Die Quelle der Moralität liegt dabei in ihm selbst. Der Mensch, der sich seine sittlichen Gesetze selbst gibt, ist insofern frei, als er sich nicht durch Äußeres fremd bestimmen lässt, sondern die Selbstbestimmung zur Leitlinie seines Handelns macht. Innerhalb der von Moralität geprägten Lebensführung ist der Mensch also frei zur Gestaltung seines Lebens – von der uneingeschränkten Berufswahl über die Bevorzugung eines bestimmten Geschmacks bis hin zur politischen Entfaltung als Bürger.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt