Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

Das utb-Online-Wörterbuch Philosophie bündelt das gesamte Grundlagenwissen zu Epochen, Personen, Strömungen und Begriffen der Philosophie. Das Philosophielexikon enthält über 1000 Artikel, die  von ausgewiesenen Fachleuten verfasst wurden. Sie sind urheberrechtlich geschützt.

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Dr. Andreas Preußner

Kultur

Von lat. cultura , ›Ackerbau‹: Eine allein dem Menschen zukommende Leistung, die es ihm gestattet, über seine Naturwesenhaftigkeit hinauszugelangen. Dabei erstreckt sie sich auf alle Gebiete des Denkens und Handelns. In ihrer Urgestalt ist sie das Wissen um die Urbarmachung des von sich her brach liegenden Bodens. Doch wird sie damit und darüber hinausgehend zur Technik (griech. techne , ›Kunst‹), d. h. zur gestalterischen Kraft, die es fertig bringt, die widerspenstige Natur zu zähmen. Im philosophischen Bereich ist es der menschliche Geist, der kultiviert werden muss. Zunächst geht es darum, alle Kräfte des Geistes zu stärken, d. h. seine Geschicklichkeit zu üben und zur Vervollkommnung anzuhalten. Die Kultivierung ist sowohl physisch, auf Disziplin ausgerichtet, als auch moralisch, auf das sittlich Gute hin orientiert. Die einzelnen Kräfte, die der Kultivierung bedürfen, sind das Erkenntnisvermögen, die Sinne, die Einbildungskraft, das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit, sowie Verstand, Urteilskraft und Vernunft. Darüber hinausgehend kann der Mensch auch das besondere Vermögen des Geschmacks üben, woraus dann die äußerlich sichtbaren Kulturleistungen – die schönen Künste – hervorgehen. Der kultivierte Mensch unterscheidet sich also vom rohen und wilden ›Natur‹-Menschen durch seine ausgeprägtere Verstandestätigkeit, seine differenziertere Wahrnehmung von Welt und durch das Übersteigen des bloß Nützlichen und Angenehmen hin zum Schönen. Kultur gestaltet sich jedoch nicht individuell, sondern ist in einen Rahmen von Überliefertem eingebunden. Diese tradierten Umstände machen es aus, dass von bestimmten Kulturregionen gesprochen werden kann. Da es jedoch keinen Totalstandpunkt gibt – auch keinen philosophischen –, von dem aus sich aus einer überlegenen Perspektive die Kulturen miteinander vergleichen lassen, ist es nicht statthaft, den ›Wert‹ einer Kultur gegenüber anderen zu bestimmen.

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Das Buch

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt