Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Andreas Preußner

Konstruktion

Von lat. constructio , ›Zusammenfügung‹: Der Terminus stammt ursprünglich aus der Rhetorik und meint nicht mehr als die Verbindung und Gliederung der Wörter zu einem Satz. Einen wichtigen Stellenwert besitzt die Konstruktion in der Mathematik, wo sie soviel wie ein theoretisches Mittel zur Erweiterung der Erkenntnis ist. In der mathematischen Konstruktion werden die Gegenstände ihrer Wissenschaft erzeugt (Intuitionismus), was gegen die ›idealistische‹ Auffassung spricht, dass diese von sich her, d. h. ewig existieren. Die Philosophie greift die Problematik zunächst so auf, dass Gott als Konstrukteur, die Welt als die von ihm erzeugte Maschine gedacht wird. Wichtig aber wird das Konstruieren erst, wenn es als dem Menschen selbst zugängliches Vermögen betrachtet wird. Ausgang ist hier der Möglichkeitsbegriff: Die Möglichkeit eines Begriffs und einer Definition garantieren zugleich die Realitätsentsprechung der Definition und des in ihr ausgesagten Gegenstandes. Die Möglichkeit als das Denknotwendige und Konstruierbare führt zur Existenz (zumindest zur mathematischen). Die Garantie der Möglichkeit eines Begriffs kann entweder durch die empirische Wirklichkeit des Objekts gegeben werden oder durch die apriorische – im Verstand vollzogene – Konstruktion des Gegenstandes. Dabei lässt sich ein dreifacher Charakter der Konstruktion ausmachen: die geometrische ist imaginär, aber exakt; die mechanische ist real, aber nicht exakt; die physikalische ist real und exakt. Im logischen Sinn bedeutet Konstruktion dann die Zusammensetzung komplexer Gegenstände aus einfachen Elementen. Von wissenschaftlicher Erkenntnis wird dann der Nachweis der Möglichkeit zusammengesetzter Begriffe gefordert, der nach Abschluss der Analyse nur von der Konstruktion herstammen kann. Daraus folgt, dass die Widerspruchsfreiheit das negative, die Konstruierbarkeit das positive Kriterium für die Wahrheit eines Satzes ist.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt