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Daniel Cohnitz

Induktion

Von gültigen deduktiven Schlüssen werden oft Schlüsse unterschieden, bei denen zwar keine logische Folgerung vorliegt, in denen die Prämissen der Konklusion aber eine gewisse Plausibilität oder Glaubwürdigkeit verleihen sollen. Die Beziehung zwischen Prämissen und Konklusion nennt man in diesem Fall induktiv. Derartige Schlüsse bezeichnet man vielfach als induktive Schlüsse und sie sind Gegenstand der so genannten induktiven Logik. Bei induktiven Schlüssen übersteigt der Gehalt der Konklusion per definitionem den der Prämissen, induktive Schlüsse sind ampliativ. Die induktive Logik fragt unter anderem auch nach den Beziehungen, die zwischen einer allgemeinen Aussage und den sie bestätigenden Instanzen bestehen. Sie versucht die Beziehung zwischen Prämissen und Konklusion im induktiven Schluss unter Rückgriff auf einen Begriff der Wahrscheinlichkeit zu beschreiben. In diesen Zusammenhang fällt auch das so genannte Induktionsproblem. Da bei einem induktiven Schluss keine logische Folgerung zwischen Prämissen und Konklusion vorliegt, rechtfertigt z. B. die Tatsache, dass alle bisher beobachteten Raben schwarz waren, nicht zwingend die Konklusion, dass deshalb auch alle künftigen beobachtbaren Raben diese Eigenschaft besitzen werden. Die Frage danach, wann eine solche Konklusion (allgemein: induktive Konklusionen) als gut begründet anzusehen ist, ist das Induktionsproblem. – Zu beachten ist, dass das Beweisverfahren der mathematischen Induktion deduktiven Charakter hat. Induktion in diesem Sinne hat also nichts mit induktiver Logik zu tun.

R. Carnap, Logical Foundations of Probability , Chicago 1950

N. Goodman, Tatsache, Fiktion, Voraussage , Frankfurt/M. 1988

B. Skyrms, Einführung in die induktive Logik , Frankfurt/M. 1989

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt