Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Thomas Blume

Idol

Von lat. idolum , ›Bild, Abbild, Trugbild‹: dient F. Bacon als Begriff zur Bezeichnung von Fehlerquellen und Vorurteilen, die der Erkenntnis der Natur im Wege stehen. Bacon unterscheidet vier Arten von Idolen: 1. die Idole des Stammes (idola tribus ), 2. die Idole der Höhle (idola specus ), 3. die Idole des Marktes (idola fori ) und 4. die Idole des Theaters (idola theatri ). Bei den Idolen des Stammes handelt es sich um diejenigen Fehlerquellen und Vorurteile, die ihren Ursprung in der menschlichen Natur haben. Hierzu zählen solche Eigenschaften wie Voreingenommenheit, Beschränktheit des Geistes, aber auch der Einfluss der Gefühle auf Wahrnehmung und Denken, schließlich die Unzulänglichkeit der Sinnesorgane. Die Idole der Höhle resultieren aus der besonderen seelischen und körperlichen Beschaffenheit eines einzelnen Menschen, aber auch aus seiner Erziehung, seinen Gewohnheiten und den zufälligen Umständen, denen er ausgesetzt ist. Die Idole des Marktes verdanken sich dem unreflektierten Wortgebrauch, wie er auf einem Markt üblich ist, wobei entweder Worte für Dinge verwendet werden, die gar nicht existieren, oder unangemessene Ausdrücke zur Bezeichnung der Dinge benutzt werden. Die Idole des Theaters verdanken sich der Bequemlichkeit der Wissenschaftler, die sich nicht so sehr der Erforschung der Natur widmen, als vielmehr nach Gutdünken Theorien entwickeln, die gleich Theaterstücken ihrem Geschmack entsprechen, mit der Wirklichkeit aber nichts zu tun haben.

BaconsKritik an den Idolen steht im Zusammenhang mit seinem Entwurf eines Programms zur Erneuerung der Wissenschaften, wobei die Irrtümer seiner Vorgänger dadurch vermieden werden sollen, dass Erkenntnisse unter Rückgriff auf eine Methodologie der Forschung auf empirischem Wege gewonnen werden.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt