Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Thomas Blume

Ideal

Von griech. idea , ›Idee, Gestalt, Urbild, Wesen‹: Umgangssprachlich bezeichnet das Wort etwas Vollkommenes, Makelloses. Das Ideal kann in einem bestimmten Gegenstand verkörpert sein. Eine bestimmte Person kann z. B. das Schönheitsideal einer Epoche sein. Das Ideal kann aber auch noch unerreicht oder sogar prinzipiell unerreichbar sein. Als solches kann es als Maßstab zur Bewertung eines gegenwärtig erreichten Zustandes dienen. Solch ein Ideal könnte z. B. eine ideale Sprache sein, die überhaupt keine Unklarheiten mehr aufweist.

Kant, bei dem der Begriff des Ideals als philosophischer Terminus vorkommt, versteht Ideal einmal in dem zuerst genannten Sinne. Ein Ideal ist dann ein Gegenstand, ein individuelles Ding, das durch eine Idee bestimmt ist. Beispiel eines solchen Ideals ist der Stoiker, weil er die Idee der sittlichen Vollkommenheit verkörpert und zugleich als konkretes Ding existieren könnte. Auf die zweite Art der Verwendung bezieht sich Kants Rede von einem transzendentalen Ideal der reinen Vernunft. Kant versteht darunter ein vollkommen bestimmtes Einzelding, ein Ding also, das in Hinblick auf jede seiner Eigenschaften bestimmt ist. Um dieses Ideal zu erreichen, wäre es erforderlich, dass für jedes Prädikat angegeben wird, ob es auf das Ding zutrifft oder nicht – eine Bestimmung, die sich de facto wegen der unendlichen Anzahl der Prädikate niemals umsetzen lässt.

Bei Hegel wird der Begriff des Ideals auf den Bereich der Kunst bezogen. Das Ideal ist die Idee als das Kunstschöne. Das bedeutet, dass in einem schönen Gegenstand der Kunst eine Idee sinnlich erscheint, jedoch nicht begrifflich gegenwärtig ist. Letzteres ist sie erst für die philosophische Reflexion.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt