Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Thomas Blume

Endzweck

Lat. finis ultimus : derjenige Zweck, der seinerseits nicht wiederum zum Mittel für einen weiteren Zweck dient. Innerhalb finalursächlicher Erklärungen unterscheidet man zwischen dem Zweck und dem Mittel bzw. den Mitteln, die zum Erreichen des jeweiligen Zweckes beitragen. Wurde ein Zweck erreicht, so kann er unter Umständen wiederum als Mittel in eine weitere Zweck-Mittel-Beziehung eintreten. So kann z. B. das Gerben des Leders seinen Zweck darin finden, das Leder haltbar zu machen. Haltbares Leder kann wiederum dem Zweck der Herstellung von Kleidungsgegenständen dienen usw. Gibt es nun einen Zweck, dem sich alle anderen Zwecke unterordnen lassen, so wird dieser Zweck als Endzweck bezeichnet.

Aristoteles bestimmt das Gute als dasjenige Ziel (telos ), demgegenüber es keine höheren Ziele mehr gibt und nach dem jedes praktische Können und jede wissenschaftliche Untersuchung strebt. Das Gute ist das Endziel, das allein um seiner selbst willen erstrebt wird und jenseits dessen es keine weiteren Ziele mehr gibt, die zu erreichen das Gute als Mittel eingesetzt werden könnte. Heidegger hat das menschliche Dasein als den Endzweck aller praktischen Lebensvollzüge bestimmt: In der menschlichen Welt finden die bestehenden praktischen Zusammenhänge ihren Zielpunkt im menschlichen Dasein. Sämtliche geschaffenen Güter dienen in letzter Instanz allein dem Dasein.

In geschichtsphilosophischen Konzeptionen, wie sie in Anlehnung an theologische Vorbilder entstanden sind, wird dem Geschichtsverlauf selbst ein Endzweck unterstellt. In der Aufklärung (A Neuzeit – Aufklärung) sah man als Zielpunkt der weltgeschichtlichen Entwicklung den vernünftigen, geistig selbstständigen Weltbürger an. Hegel sah die weltgeschichtliche Entwicklung in der Selbstbewusstwerdung des Geistes an ihr Ziel gekommen. Marx glaubte, die Geschichte gelange mit dem Erreichen einer klassenlosen Gesellschaft an ihr Ende.

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Das Buch

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt