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Dr. Thomas Blume

Eidetik

Von griech. eidos ›Gestalt, Urbild, Idee‹: in der Phänomenologie Husserls der Name für die Wissenschaft des in der Wesensschau Gegebenen. Husserl entwickelt ein Verfahren der eidetischen Variation, bei dem man sich zu dem zu bestimmenden Begriff einen beliebigen Vertreter, einen unter diesen Begriff fallenden Gegenstand vorstellt. Sodann beginnt man damit, dieses Vorbild in der einen oder anderen Weise zu variieren, indem man sich Gegenstände vor das innere Auge ruft, die dem ursprünglich gewählten Gegenstand ähnlich sind. Im weiteren Fortgang dieser Variation scheint dann auf einmal das den nacheinander aufgerufenen Gegenständen innewohnende gemeinsame Wesen auf, das Husserl als Eidos bezeichnet. Auf der Grundlage dieses Verfahrens entwirft Husserl eine im Gegensatz zu den Tatsachenwissenschaften (Natur- und Geisteswissenschaften) stehende Wesenswissenschaft, welcher die Aufgabe zufällt, das Wesen der jeweils in der Vorstellung gegebenen Gegenstände zu ermitteln.

Die eidetische Wissenschaft ist ihrerseits untergliedert, wobei jeder naturwissenschaftlichen Disziplin eine regionale eidetische Ontologie korrespondiert, d. h. eine Wissenschaft, die damit befasst ist, die Wesen der jeweiligen wissenschaftlichen Disziplinen zu schauen. So z. B. entspricht dem Bereich des Physischen und den sich damit befassenden Naturwissenschaften (z. B. Physik oder Biologie) ebenso wie dem Bereich des Psychischen eine besondere regionale Ontologie. Anliegen des Eidetikers ist es also, die dem jeweiligen Bereich zugehörigen Grundbegriffe auf dem Wege der Wesensschau zu bestimmen. Insofern kann die Eidetik als Form einer Wissenschaftstheorie begriffen werden.

In der Psychologie steht Eidetik für die durch E. Jaensch begründete Wissenschaft von der Fähigkeit, früher Wahrgenommenes vor sich zu sehen, ohne dass ein entsprechender äußerer Gegenstand dazu vorhanden wäre.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt