Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Thomas Blume

Deontologie

Von griech. deon , ›Pflicht‹, und logos ›Wort‹; ist die Bezeichnung der Ethik als Pflichtenlehre. Die Bezeichnung wurde durch den britischen Philosophen Bentham eingeführt. Die Deontologie untersucht die logischen Beziehungen zwischen normativen Urteilen, Normensystemen und deren Beziehungen. In ihr werden sprachliche Äußerungen in Hinblick auf ihren normativen Charakter, das in ihnen zum Ausdruck kommende Sollen betrachtet. In einer deontologischen Ethik, wie man sie z. B. bei Kant findet, geht es um eine besondere Art der Rechtfertigung und Begründung moralischer Handlungen. Als bindender Maßstab moralisch guter oder verwerflicher Handlungen gelten Regeln und Gebote, die als Verpflichtungen erfahren werden. Entscheidend ist dabei, dass der moralische Maßstab Selbstzweck ist, also unbedingte Einhaltung verlangt. Nach Auffassung einer deontologischen Ethik bemisst sich der moralische Wert einer Handlung allein aus deren Motiven. Eine Handlung wird nur dann als moralisch gut ausgezeichnet, wenn sich der Handelnde aus dem Verständnis einer normativen Verpflichtung für die Handlung entschieden hat. Zwei Handlungen können sich daher in empirischer Hinsicht vollkommen gleichen. Dennoch kann eine von ihnen moralisch gut, die andere dagegen nicht moralisch gut sein. Kant spricht in diesem Zusammenhang von Pflicht und pflichtgemäßem Handeln. Eine Handlung, deren alleiniges Motiv das moralische Gesetz ist und bei der die eigene Neigung (das Interesse) keine Rolle spielt, bezeichnet Kant als Pflicht. Pflichtgemäß ist dagegen eine Handlung, welche aus eigennützigen Motiven begangen wurde.

Insofern innerhalb einer deontologischen Ethik allein das Motiv für den moralischen Wert einer Handlung entscheidend ist, sind die Folgen moralisch irrelevant. Ob jemand mit seinem Tun seinen Mitmenschen maximalen Schaden zufügt, spielt bei der moralischen Bewertung der Handlung keine Rolle. Worauf es ankommt, ist einzig und allein die Gesinnung, mit der die Tat begangen wurde. Damit ist die deontologische Ethik jeder teleologischen Ethik entgegengesetzt, die bei der Einschätzung des moralischen Wertes von Handlungen auf das Ziel (telos ) der Handlungen Bezug nimmt.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt