Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

Das utb-Online-Wörterbuch Philosophie bündelt das gesamte Grundlagenwissen zu Epochen, Personen, Strömungen und Begriffen der Philosophie. Das Philosophielexikon enthält über 1000 Artikel, die  von ausgewiesenen Fachleuten verfasst wurden. Sie sind urheberrechtlich geschützt.

Mehr über das Lexikon erfahren

Dr. Thomas Blume

Böses

Gegenbegriff des Guten und nur im Zusammenhang damit erfassbar. Traditionell wird das Böse als privatio debiti boni , als Raub des geschuldeten Guten definiert und damit negativ auf das Gute bezogen. Die Frage nach dem Bösen lässt sich in verschiedenen Hinsichten thematisieren. Zum einen kann man zwischen einem auf den Körper bezogenen, physischen Bösen (Schmerz und Leid) und einem moralischen Bösen (Übel und Schuld) unterscheiden. Zum anderen kann man aber auch das sittlich verwerfliche Böse dem auf die Zerstörung der Ordnung bezogenen Bösen gegenüberstellen. Beide lassen sich schließlich auf das so genannte metaphysische Prinzip des Bösen, das Prinzip des Negativen und der Verneinung beziehen. In Hinsicht auf Letzteres gibt es traditionell zwei Antworten. Zum einen lässt sich das Böse als bloßer Mangel, als eine Unvollkommenheit und ein Mangel an Sein verstehen – etwas, das kein eigenes Sein besitzt, und darum eigentlich eher dem Nichtsein angehört, vergleichbar etwa dem Schatten, der nur zusammen mit dem Licht auftritt. Das Böse kann aber auch als eigene Kraft, als etwas, das dem Guten als reales Gegengewicht gegenübertritt, verstanden werden. Nach der christlich-religiösen Auffassung treten sich auf diese Weise Gott als Prinzip des Guten und der Teufel als Prinzip des Bösen gegenüber. Moderne Erklärungsansätze knüpfen an diese dualistische Konzeption an, so z. B. in der Psychoanalyse, wo ein Teil der menschlichen Triebstruktur für das Böse verantwortlich gemacht wird, oder bei Kant, wo das Böse auf ein Streben nach Selbstliebe zurückgeführt wird.

B. Claret, Geheimnis des Bösen , 2. Aufl. Innsbruck 2000

C.-F. Geyer, Leid und Böses in philosophischen Deutungen , Freiburg/Br. 1983

R. Safranski, Das Böse , München 1997

Zurück zur Übersicht

Das Buch

Mehr zum Handwörterbuch Philosophie...

Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

Zum Weiterlesen


Lade Daten...
Buchcover
Autor

Buchtitel

 

Beschreibung

Druck-Ausgabe: 12,95 €
eBook-Ausgabe: 8,97 €

Buchcover
Autor

Buchtitel

 

Beschreibung

Druck-Ausgabe: 12,95 €
eBook-Ausgabe: 8,97 €

Buchcover
Autor

Buchtitel

 

Beschreibung

Druck-Ausgabe: 12,95 €
eBook-Ausgabe: 8,97 €

Buchcover
Autor

Buchtitel

 

Beschreibung

Druck-Ausgabe: 12,95 €
eBook-Ausgabe: 8,97 €

Mehr im UTB-Shop!
 

utb GmbH

Industriestraße 2
D-70565 Stuttgart, Germany

Fon: +49 711 7 82 95 55-0
Fax: +49 711 7 80 13 76
utb(at)utb-stuttgart.de

Impressum
Datenschutzhinweise
Widerrufsbelehrung

Pfeil nach links Zurück zur Website

utb-Homepage

Zum UTB-Online-Shop

Vom Uni-Taschenbuch bis zur e-Learning-Umgebung: Das komplette utb-Angebot für Studierende, Dozenten, Bibliotheken und Buchhandel.

[Zur utb-Homepage]

utb-Online-Shop

Zum UTB-Online-Shop

Ob gedrucktes Buch oder digitale Ausgabe – im utb-Shop finden Sie alle utb-Titel übersichtlich sortiert.

[Zum utb-Shop]

utb bei Facebook

Zur UTB-Facebook-Seite

Gefällt mir! Die Facebook Seite von utb informiert Sie über unsere Aktivitäten. 

 [zur Facebook-Seite von utb]

utb auf Twitter

UTB-Tweed bei Twitter

Aktuelles für Studierende und Dozenten – hier melden wir, was es in der Hochschulwelt Neues gibt.

[Zum utb-Twitter-Tweed]

Eine Übersicht der Websites zu einzelnen utb-Titeln finden Sie auf der Links-Seite.

 

Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt