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Dr. Axel Spree

Autographisch

Von griech. autos , ›selbst‹ und graphein , ›schreiben‹, im Gegensatz zu allographisch (allos , ›anders‹): von N. Goodman eingeführtes Begriffspaar zur ontologischen Unterscheidung verschiedener Kunstwerke bzw. Künste. Bei autographischen Kunstwerken ist die Frage, wer es hergestellt hat, für seine Identität von Belang. Beispielsweise ist nur ein bestimmter, von Rembrandt hergestellter Gegenstand ein Einzelfall des Gemäldes Die Nachtwache . Jede noch so genaue Kopie ist eine Fälschung und damit kein Einzelfall dieses bestimmten Kunstwerks mehr. Die Malerei als ganze ist somit eine autographische Kunst. Dies gilt ebenfalls für die Druckgraphik oder die Plastik, auch wenn es hier mehr als einen Einzelfall des Werkes geben kann. Trotzdem ist auch hier die Entstehungsgeschichte des Gegenstands von Belang: Nur ein von einer bestimmten Platte oder von einem bestimmten Druckstock abgezogener Druck gilt als Einzelfall des Werkes, selbst wenn unendlich viele Drucke von dieser Platte genommen wurden. Dagegen spielt die Entstehungsgeschichte für die Identität allographischer Kunstwerke keine Rolle: Jede korrekte Inskription eines bestimmten Gedichts etwa gilt als Einzelfall des Werkes, unabhängig davon, ob diese bestimmte Inskription vom Autor des Gedichts selbst stammt, in einem Gedichtband gedruckt erscheint oder gar von jemandem ›abgemalt‹ wurde, ohne dass er der Sprache mächtig war. Die allographischen Künste (Literatur, Musik u. a.) unterscheiden sich also von den autographischen Künsten auch dadurch, dass erstere nicht fälschbar sind: Die Fälschung eines Goethe-Gedichts etwa könnte allenfalls die Fälschung einer bestimmten Handschrift (Inskription) sein; die Identität des Werkes würde jedoch nicht berührt, wenn die vermeintliche ›Fälschung‹ denn nur korrekt buchstabiert ist.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt