Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Axel Spree

Atheismus

Von griech. a , ›nicht‹ und theos , ›Gott‹: im weiteren Sinn die Leugnung der Existenz transzendenter, der sinnlichen Erfahrung oder der Vernunft nicht zugänglicher Mächte; im engeren Sinn die Leugnung der Existenz eines persönlichen Gottes (sodass auch bestimmte Religionen, wie z. B. der Buddhismus, als atheistisch gelten können). Neben diesem radikalen Atheismus steht der agnostizistische Atheismus (Agnostizismus), der nicht unbedingt die Existenz, wohl aber die Erkennbarkeit Gottes leugnet. Der Atheismus kann philosophisch auf unterschiedliche Weise begründet werden. Ein erkenntnistheoretisch fundierter Atheismus argumentiert mit dem Hinweis auf die Unmöglichkeit oder Sinnlosigkeit von Aussagen über ein nicht erkennbares, absolutes Wesen. Ein moralisch fundierter Atheismus argumentiert mit dem Hinweis auf die Unterdrückung der Weiterentwicklung des Menschen durch eine rückständige oder unmündige autoritäre Religion bzw. Kirche. Der Atheismus kann außerdem entwicklungsgeschichtlich argumentieren und die Entstehung von Gottesvorstellungen mit dem Hinweis auf psychologische, soziologische oder kulturgeschichtliche Bedingungen erklären.

In der Philosophie lassen sich atheistische Tendenzen bereits in der Antike, etwa bei den Sophisten oder den Kynikern, nachweisen. Im Zeitalter der Aufklärung (A Neuzeit – Aufklärung) kommt es zu einer umfassenden Religionskritik mit deutlich atheistischem Charakter, so z. B. im französischen Materialismus. Im 19. Jh. sind es vor allem Feuerbach und Marx, die eine dezidiert anti-religiöse und atheistische Haltung vertreten. Im 20. Jh. findet man den Atheismus beispielsweise in der französischen Existenzialphilosophie, vor allem bei Sartre.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt