Online-Wörterbuch Philosophie: Das Philosophielexikon im Internet

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Dr. Axel Spree

A priori

Lat. ›vom Früheren her‹: In der Antike, etwa bei Aristoteles, und in der Scholastik bezeichnet a priori noch den Schluss von den Ursachen auf die Wirkungen (im Gegensatz zu a posteriori : Schluss von den Wirkungen auf die Ursachen). Das heutige Begriffsverständnis ist jedoch durch die kantische Philosophie geprägt. Demnach heißen jene Erkenntnisse a priori die der Erfahrung vorangehen und von ihr unabhängig sind, also nicht auf der Erfahrung beruhen oder aus ihr abstrahiert sind, nicht durch die Erfahrung gegeben sind oder aus ihr stammen. Zu den apriorischen Erkenntniselementen zählen nach Kant die Kategorien sowie, allerdings in nichtbegrifflicher Form, die Anschauungsformen Zeit und Raum. Die Merkmale einer Erkenntnis a priori sind Notwendigkeit und Allgemeingültigkeit. Im Apriorischen zeigt sich nach Kant die Gesetzlichkeit des reinen, erkennenden, transzendentalen Bewusstseins selbst; nur in diesem Sinn ist das Apriorische ›subjektiv‹. Ansonsten hat es aber gerade objektive Geltung, da es den objektiven Erfahrungszusammenhang ja erst ermöglicht. So sind nicht nur analytische Urteile immer Urteile a priori , sondern auch alle jene Sätze, die sich auf etwas vor der Erfahrung Liegendes beziehen bzw. auf das, was Erfahrung erst möglich macht, d. h. auf die ›Bedingungen der Möglichkeit von Erfahrung‹. Für Kant kann es außerdem auch synthetische Urteile a priori geben. – Der vom Neukantianismus des 19. Jhs. geprägte Begriff des ›Apriorismus‹ bezeichnet jede philosophische Lehre der Erkenntnis, der zufolge Bedingungen, Gründe und Prinzipien des Erkenntnisprozesses unabhängig von Erfahrung und Empirie existieren.

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Handwörterbuch Philosophie

hg. v. Wulff D. Rehfus
Mit Beiträgen von 54 Autoren
1. Aufl. 2003, 736 S., vergriffen

» Nachfolgewerk in 4 Bänden

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Quelle: Online-Wörterbuch Erwachsenenbildung. Basierend auf: Wörterbuch Erwachsenenbildung. Hg. v. Rolf Arnold, Sigrid Nolda, Ekkehard Nuissl. 2., überarb. Aufl., Verlag Julius Klinkhardt / UTB. ISBN 978-3-8252-8425-1. © 2010 Julius Klinkhardt